12:02 21 August 2018
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    Gegen Ressourcenverschwendung: Edeka testet Fleisch und Käse im Mehrwegbehälter

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    Valentin Raskatov
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    Mit Mehrwegbehältern will eine Edeka-Filiale in Büsum in Schleswig-Holstein den Ressourcenverbrauch in der Verpackungsindustrie wenigstens ein bisschen mindern. Die Behälter kommen an der Fleisch- und Käsetheke zum Einsatz und sind als Alternative gedacht.

    Die Menschheit produziert zu viel Abfall. Das ist schon seit langem bekannt – ebenso wie der Umstand, dass das nicht mehr lange so weitergehen kann. Der sogenannte Müllkontinent aus Plastik im Pazifik ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Nur vereinzelt und zaghaft kommen Maßnahmen gegen Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung in Umlauf.

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    Diese können das Problem, jedes für sich genommen, zwar nicht beheben, aber es immerhin etwas mildern. Einen solchen Ansatz verfolgt seit neusten eine Filiale der Supermarktkette Edeka in Büsum mit Mehrwegbehältnissen.

    Die Behälter bestünden aus „hochwertigen Materialien“, sagt Andreas Jensen, Filial-Leiter bei Edeka in Büsum, gegenüber Sputnik. Es handle sich um einen Grundpolymer, der recycelbar sei. Zum Einsatz kommt dieser derzeit an der Fleisch- und Wursttheke sowie in der Käseabteilung, wo er eine Alternative zu den gängigen Verpackungen darstellt.

    „Wir haben mittlerweile über 300 Dosen in Umlauf gebracht und es werden täglich mehr“, erzählt der Filialleiter. Ein Kunde kauft solch einen Behälter einmalig, danach kann er sie beim nächsten Einkauf am Tresen gegen einen sauberen tauschen, wie bei Zylinderbehältern für Getränke, erklärt Jensen. Das benutzte Behältnis wird bei hohen Temperaturen in der Spülmaschine gereinigt und kann dann wieder eingesetzt werden.

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    Das Feedback der Kunden sei gut, bemerkt Jensen: „Die loben uns und finden das beispielhaft.“ Ersetzen werden diese Behälter die herkömmliche Verpackung aber wohl nicht, denn der Filialleiter ist überzeugt: Am Ende sollte der Verbraucher selber entscheiden können, wie Fleischwaren und Käse für ihn eingepackt werden.

    Das komplette Interview mit Andreas Jensen zum Nachhören:

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    Tags:
    Ressourcen, Plastik, Menschheit, Verschmutzung, Umwelt, Schleswig-Holstein, Deutschland
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