03:34 17 August 2018
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    Ermittler in Salisbury (Archiv)

    Skripal-Fall: USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland

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    Die neuen US-Sanktionen gegen Russland wegen dessen angeblicher Verwendung von C-Waffen im britischen Salisbury werden am 22. August in Kraft treten. Das teilte das Außenministerium in Washington am Mittwoch mit.

    „Nach dem Verstreichen der 15-tägigen Frist seit der Benachrichtigung des Kongresses werden die Sanktionen in Kraft treten. Die entsprechende Benachrichtigung wird voraussichtlich am 22. August im ‚Federal Register‘ veröffentlicht werden“, hieß es.

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    Die Verhängung der Sanktionen begründet Washington damit, dass Russland angeblich einen „Agenten des nervenparalytischen Stoffes ‚Nowitschok‘ eingesetzt“ und dadurch das internationale Recht sowie die Chemiewaffenkonvention verletzt habe.

    Laut einem hochrangigen Vertreter des Ministeriums habe die US-Administration die russische Seite über die vorbereiteten Strafmaßnahmen am Mittwochnachmittag benachrichtigt. „Ja, wir informierten die Russen“, hieß es.

    Der russische Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März dieses Jahres auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. London geht davon aus, dass die beiden mit dem Kampfstoff A234 vergiftet wurden, der in Großbritannien als „Nowitschok“ bekannt ist, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich.

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    Moskau weist jegliche Anschuldigungen vehement zurück. Außenminister Sergej Lawrow erklärte im Mai, dass London im Skripal-Fall bislang keine Beweise für die Schuld Russlands vorgelegt hatte.

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    Tags:
    Fall Skripal, Sanktionen, Julia Skripal, Yulia Skripal, Sergej Skripal, USA, Russland
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