02:28 26 September 2018
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    Autobahnbrücke bei Genua eingestürzt

    Italien: Autobahnbrücke bei Genua eingestürzt – VIDEO & FOTOs

    © REUTERS / Italian Firefighters Press Office
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    Eine Autobahnbrücke ist bei Genua im Nordwesten Italiens eingestürzt, wie der italienische Feuerwehrdienst mitteilt.

    Die Behörden der Region Liguria, deren Hauptstadt Genua ist, bericheten via Twitter über 26 Todesopfer.

    „26 offizielle Todesfälle: 23 an der Stelle, einer im Operationssaal und zwei gerade gefundene Leichen. 15 Verletzte, neun im schweren Zustand“, heißt es auf Twitter.

    Zuvor hatten Medien unter Berufung auf die italienische Feuerwehr über 35 Todesfälle berichtet. Der italienische stellvertretende Verkehrsminister Edoardo Rixi hatte über 22 Tote gesprochen.

    >>> Mehr zum Thema: Einsturz von Autobahnbrücke in Genua – Lage vor Ort

    „Es sind bereits 22 Tote (…) und mindestens zwanzig Autos wurden betroffen. Wir glauben, die Zahl kann leider noch steigen“, sagte der Vize-Verkehrsminister in einer Live-Sendung des Fernsehsender SkyTG24.

    SkyTG24 zufolge erlitten 13 Menschen Verletzungen. Momentan sollen sieben Menschen aus den Trümmern gerettet worden, berichtet das Portal Rai News. Demnach kümmern sich Ärzte jetzt um sie. Weitere zehn Personen seien vermisst worden.

    Früher berichteten italienische Medien unter Berufung auf das Innenministerium von elf Gestorbenen. Mindestens zwei Menschen sollen aus den Trümmern gerettet worden sein. Sieben Menschen erlitten schwere Verletzungen, fünf befinden sich in einem kritischen Zustand, berichtet das Portal TGcom. Demnach ist ein Kind unter den Verletzten.

    „Der Rettungsdienst und Diensthundeeinheiten sind massenweise zum Unfallort gestartet“, hieß es von der Feuerwehr. Der Direktor des Krankenhauses von Genova, Angelo Borrelli, bezeichnete den Vorfall angeblich als „Massaker“.

    ​„Das Ausmaß ist epochemachend. Dutzende Gestorbene unter denen, die von der Brücke gefallen und unter den Trümmern geraten sind“, zitiert die Agentur Adnkronors den Direktor der Einsatzzentrale in Genova, Francesco Bermano.

    Dem Fernsehsender „Rainews24“ zufolge sollen Dutzende Menschen gestorben sein. Demnach wurde wegen des Vorfalls eine Gasleitung beschädigt, was zum Gasaustritt geführt habe.

    ​Italiens stellvertretender Ministerpräsident, Matteo Salvini, kommentierte den Vorfall aus dem Nationalen Operationszentrale der Feuerwehr auf Twitter. Er verfolge die Situation und danke den „200 Feuerwehrmännern (und den anderen Helden) die vor Ort sind und Leben retten“.

    ​​Laut „Rainews24“ sollen beim Vorfall mehrere Fahrzeuge in die Tiefe gestürzt sein. 20 Fahrzeuge sollen betroffen gewesen sein. Unter den Trümmern können sich Menschen befinden: Die Bruchteile fielen auf unterhalb der Brücke liegende Gebäude.

    Italiens Infarstrukturminister, Danilo Toninelli, sagte auf Twitter, er verfolge die „entsetzliche Tragödie“ mit sehr großer Sorge. Die Regierung sei im ständigen Kontakt mit den Einsatzkräften, all seine Gedanken gelten Genua.

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    Die Fotos vor Ort zeigen, dass ein Abschnitt von rund 100 Metern Länge auf der Brücke fehlt. Offenbar soll ein Baumangel der Grund für das Zusammenstürzen der Brücke sein.

    Vor zwei Jahren schloss die italienische Straßenbetriebsgesellschaft ANAS die Autobahn für eine Prüfung. Als die Straße wieder geöffnet wurde, wurden starke Verkehrsbeschränkungen eingeführt, berichtet der Sender CorriereTV. „Das ist der nächste Viadukt, der fällt“, schrieb der Sender am 11. März 2017 auf seiner Internetseite.

     

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    Die A10 soll in beide Richtungen gesperrt worden. Sie ist eine Autobahn in Norditalien, die von Genua entlang der Küste bis nach Frankreich führt.

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