05:46 25 September 2018
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    Das Auto, das Radfahrer und Passanten vor dem Parlamentsgebäude in London rammte

    London: Mann rammte Passanten vor Parlament – Ermittler bezweifeln Terror-Hintergrund

    © REUTERS / Metropolitan Police
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    Britische Ermittler neigen laut der Zeitung „The Independent“ zu der Ansicht, dass der Vorfall am vergangenen Dienstag vor dem Parlamentsgebäude in London, bei dem ein Fahrer in Absperrungen raste und dabei mehrere Personen verletzte, doch kein Terroranschlag war. Früher hatte Scotland Yard das Gegenteil behauptet.

    Während das Motiv des Fahrers unklar bleibe, vermuteten die Ermittler, dass seine „persönlichen Umstände“ Hintergrund für die Attacke waren. Wie das Blatt unter Berufung auf hochrangige Quellen berichtet, gibt es bislang „keine Beweise dafür“, dass der 29-jährige Salih Khater aus dem Sudan islamistisch radikalisiert war.

    Ermittler sollen zudem Khaters Handy ausgewertet und dabei keine Hinweise auf eine Verbindung zu Extremisten entdeckt haben. Auch sein vorheriges Leben im Ausland deute nicht auf terroristische Kontakte hin. Der 29-Jährige hatte laut dem Blatt eine Zeitlang in Libyen gelebt, bevor er in Großbritannien Asyl beantragte. Das sei aber noch unter Gaddafi gewesen – also vor der Revolution und dem Krieg, der islamistische Gruppierungen erstarken ließ.

    Am vergangenen Dienstag war ein Auto vor dem britischen Parlamentsgebäude in Absperrungen gerast. Dabei erfasste der Wagen mehrere Fußgänger und Radfahrer. Insgesamt wurden drei Menschen verletzt. Scotland Yard teilte daraufhin mit, dass man von einem Terroranschlag ausgehe.

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    Tags:
    Auto, Fahrer, Parlament, Terror, Anschlag, London, Großbritannien