16:14 20 November 2018
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    Eis taut auf dem Baikal-See (Archivbild)

    Sibirien: Anzeichen für drohende Katastrophe von Nasa-Forschern herausgefunden

    © Sputnik / Kirill Schipizyn
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    NASA-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Permafrost in Sibirien und Alaska wegen der Bildung von Thermokarstseen dramatisch schneller auftaut. Dies berichtet das Fachmagazin „Science Alert“.

    Wissenschaftlern zufolge kann der Permafrost im Gebiet solcher Seen in bis zu 15 Metern Tiefe (statt einigen Zentimetern) auftauen. Das Problem bestehe darin, dass diese Erscheinung dort zu beobachtet sei, wo der Frostboden der Auswirkung von relativ hohen Temperaturen seit Zehntausenden von Jahren nicht ausgesetzt war.

    Die Forscher hätten ebenso festgestellt, dass die Bildung von Thermokarstseen die Emissionen von im Permafrost enthaltenem Kohlendioxid um 125-190 Prozent im Vergleich zu den Kohlendioxid-Mengen, die bei einem allmählichen Tauen freigesetzt würden, erhöhe. Diese Ergebnisse zeigen laut den Wissenschaftlern, dass die bestehenden Modelle des Klimawandels ergänzt werden sollten, um die Folgen des Treibhauseffekts sowie der Erderwärmung besser beurteilen zu können.

    Zuvor hatten Forscher der Freien Universität Amsterdam laut „Science Alert“ herausgefunden, dass das Auftauen des Permafrostes zu einer Zunahme der Kohlenstoff-Emission in die Atmosphäre führen kann, was die Klimaerwärmung und die damit verbundenen katastrophalen Erscheinungen wie Dürre, Überschwemmungen und extremen Frost verstärken wird.

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    Tags:
    Treibhauseffekt, globale Erderwärmung, Klimawandel, Alaska, Sibirien