11:03 15 November 2018
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    Facebook löscht Accounts aus Russland und Iran

    © AP Photo / Noah Berger
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    Facebook hat nach eigenen Angaben Seiten, Gruppen und Konten gelöscht, die mutmaßlich aus Russland und dem Iran betrieben worden sind. Sie sollen als „Netzwerke zur Irreführung von Menschen“ identifiziert worden sein.

    „Heute haben wir mehrere Seiten, Gruppen und Konten aufgrund koordinierter unzulässiger Aktionen auf Facebook und Instagram gelöscht. Ein Teil dieser Aktivitäten hat ihren Ursprung im Iran und einige von ihnen in Russland. Wir verbieten ein solches Verhalten. Denn wir wollen, dass die Leute ihren Kontakten, die sie auf Facebook generieren, vertrauen“, hieß es von dem Online-Netzwerk.

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    Insgesamt wurden 652 Konten aus dem Iran entfernt, die einem Facebook-Eintrag zufolge auf die Öffentlichkeit  im Nahen Osten, Lateinamerika, den USA und Großbritannien abzielten.

    Es soll keine Verknüpfungen zwischen den „iranischen” und „russischen“ Seiten gegeben haben.

    Die gelöschten Seiten, Gruppen und Konten beziehen sich möglicherweise auf Quellen, die aus Sicht der US-Regierung aus dem Umfeld der russischen Militärgeheimdienste stammen sollen. Das habe aber  nichts mit den Aktivitäten aus dem Iran zu tun. Dass die Aktivitäten von diesen Konten auf die USA ausgerichtet seien, sei bisher nicht nachgewiesen, erklärten Facebook-Vertreter.

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    Twitter hat wiederum 284 Konten wegen „koordinierter Manipulationen” entfernt. Ein großer Teil davon soll aus dem Iran gesteuert worden sein.

    Die US-Behörden hatten zuvor Facebook und Twitter wiederholt dafür kritisiert, unzureichende Anstrengungen unternommen zu haben, um sich dem „russischen Einfluss“ in den Netzwerken zu widersetzen. Laut Justizminister Robert Mueller hatten die mit russischen Behörden in Verbindung stehenden Einzelpersonen und Unternehmen versucht, den Verlauf der US-Wahlen 2016 zu beeinflussen.

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    Tags:
    Konten, Manipulationen, Accounts, US-Präsidentschaftswahl 2016, Twitter, Facebook, Robert Mueller, Großbritannien, Naher Osten, USA, Iran, Russland