02:50 16 Dezember 2018
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    Michael Cohen besucht Trump-Tower in New York

    Cohen gesteht „Verbrechen nach Anweisung von Trump“

    © AP Photo / Richard Drew
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    Der ehemalige Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump Michael Cohen hat unter Eid ausgesagt, auf Anweisung seines Mandanten zwei Frauen Schweigegeld zukommen lassen zu haben. Dies gab Cohens Verteidiger Lanny Davis bekannt.

    „Heute stand er (Cohen — Anm. d. Red.) auf und sagte unter Eid aus, dass Donald Trump ihn angewiesen hätte, ein Verbrechen zu begehen — nämlich, für die Wahlbeeinflussung Zahlungen an zwei Frauen zu tätigen. Wenn diese Zahlungen ein Verbrechen für Michel Cohen waren, warum sollten sie kein Verbrechen für Donald Trump sein?", schrieb Davis auf seiner Twitter-Seite.

    ​Trumps Anwalt, Rudi Giuliani, verwies darauf, dass die Vorwürfe gegen Cohen keine Anschuldigungen gegen den heutigen US-Staatschefs enthalten würden.

    „Es ist klar, dass, wie der Staatsanwalte betonte, die Handlungen von Herrn Cohen eine Geschichte von Lügen und Unehrlichkeit im Laufe einer wesentlichen Zeitperiode sind", äußerte er.

    Früher hatte die Staatsanwaltschaft von New York bekanntgegeben, Cohen habe einen Versuch gestanden, zwei Frauen zum Schweigen zu bringen. Diese sollen über Informationen verfügen, die einen „Kandidaten im Jahre 2016 beeinflussen konnten. Namen wurden dabei nicht erwähnt. Zuvor waren jedoch vermutliche Zahlungen von Cohen an Frauen im Gespräch gewesen, die Trump Ehebruch vorgeworfen haben sollen.

    Der US-Staatschef versuchte, sich von diesen Ereignissen zu distanzieren und will nichts von diesen entrichteten Geldbeträgen gewusst haben.

    Im April 2018 hatte das FBI das Haus und das Büro von Cohen durchsucht und Dokumente beschlagnahmt, die laut Medienberichten Aufzeichnungen von Telefongesprächen des Anwalts mit Trump enthalten könnten. Zudem wurden Dokumente über Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und an das Playboy-Modell Karen McDougal beschlagnahmt.

    Darüber hinaus soll Cohen Medienberichten zufolge ein Gespräch mit Trump festgehalten haben, bei dem angeblich das Schweigegeld für McDoughal behandelt worden sei. Die Konversation fand laut den Angaben angeblich zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen 2016 statt.

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    Tags:
    Gericht, Schweigegeld, Aussage, Michael Cohen, Donald Trump, USA