20:59 25 September 2018
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    Eine Graffiti-Zeichnung des Hutbürgers

    „Hutbürger“ nimmt den Hut: Pöbelnder Pegida-Polizist kriegt neue „adäquate Tätigkeit“

    © AFP 2018 / Robert Michael / dpa
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    Der als „Hutbürger“ bekannt gewordene Pegida-Anhänger und Mitarbeiter des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen wird die Polizei verlassen. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Er werde eine andere „adäquate“ Beschäftigung ausüben.

    Der als „Hutbürger“ bekannte LKA-Mitarbeiter Maik G. verlässt das LKA, wie das LKA Sachsen in einer Pressemitteilung wissen ließ. Darin heißt es, es habe ein Gespräch mit dem Mann und seinem Anwalt gegeben, in dem Maik G. die Möglichkeit gehabt habe, seine Sicht auf den Vorfall darzustellen. Nach dem Gespräch soll der LKA-Mitarbeiter zugestimmt haben „bis auf Weiteres eine andere, adäquate Tätigkeit außerhalb der Polizei Sachsen“ wahrzunehmen.

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    Zuvor hatte sich der LKA-Beschäftigte an einer Pegida-Demonstration beteiligt, die anlässlich eines Besuchs der Bundeskanzlerin in Dresden veranstaltet wurde. Dabei hatte sich Maik G. lautstark gegen Filmaufnahmen des ZDF gewehrt. Daraufhin soll das Kamera-Team 45 Minuten lang von der Polizei kontrolliert und dadurch bei seiner Arbeit behindert worden sein, was schließlich eine Kritikwelle an der Polizei zur Folge hatte.

    Seine neue Tätigkeit im öffentlichen Dienst tritt der Hutbürger am 3. September an.

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    Tags:
    Hutbürger, Anwalt, Demo, Skandal, Landeskriminalamt (LKA), PEGIDA, Sachsen, Deutschland