07:22 13 Dezember 2018
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    Nach Panne im All: Alle Sojus-Raumschiffe werden gecheckt

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    Nach dem Druckabfall infolge eines Lecks auf der internationalen Raumstation ISS will die russische Raketen- und Raumfahrtkorporation „Energija“ alle Raumschiffe auf dem Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und in Koroljow bei Moskau auf Bohrspuren überprüfen. Das sagte eine Quelle aus der Raketen- und Raumfahrtbranche am Dienstag gegenüber Sputnik.

    Die Revision in Koroljow soll demzufolge bereits demnächst starten, auf Baikonur in der kommenden Woche. Dort befänden sich zur Zeit die zwei Raumschiffe „Sojus MS-11“ und „Sojus MS-10“ sowie der Raumfrachter „Progress MS-10“, deren Starts für Dezember bzw. Oktober geplant seien.

    Gleichzeitig soll „Energija“ Raumschiffe, deren Start für 2019 anberaumt sei, weiter zusammenbauen.

    Insgesamt gebe es derzeit mehr als zehn Projekte von Raumapparaten, deren Produktion bis zu zweieinhalb Jahren in Anspruch nehmen werde, so die Quelle. 

    In der Nacht auf Donnerstag war es zu einem Luftleck infolge eines Mikrorisses im Orbitalmodul des Raumschiffs Sojus-MS gekommen. Die Kosmonauten verschlossen das Loch mit einem speziellen Dichtungsmittel.

    Die Sonderkommission, die das Entstehen eines Mikrorisses im an die Internationale Raumstation ISS angekoppelten Raumschiff Sojus-MS untersucht, zieht mehrere Versionen in Betracht. Das Loch sei möglicherweise durch den technischen Fehler eines Monteurs auf der Erde entstanden.

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    Tags:
    Luftleck, Prüfung, Internationale Raumstation ISS, RKK Energija, Kasachstan, Russland