16:07 23 September 2018
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    Schadstoffemission auf Krim: Amt für Katastrophenschutz meldet lokale Begrenzung

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    Die Verbreitung von chemischen Stoffen im Nordteil der Krim ist lokal begrenzt, geht aus einer Mitteilung der Hauptverwaltung des russischen Katastrophenschutzministeriums auf der Krim hervor.

    „Die Hauptverwaltung des Katastrophenschutzministeriums Russlands in der Republik Krim informiert Einwohner und Gäste der Halbinsel, dass die Situation, die sich wegen der Verbreitung eines chemischen Stoffes im Norden der Krim entwickelt hat, lokal begrenzt ist und nur die Stadt Armjansk und naheliegende Siedlungen des Gebiets Krasnoperekopsk – Filatowka, Pjatichatki, Perekop, Woloschino und Suworowo – betrifft“, heißt es in der Meldung.

    Im Zeitraum vom 31. August bis zum 6. September sollen Autobahnen, Objekte und Grünanlagen in Armjansk sowie in den Siedlungen Perekop, Suworowo, Filatowka, Pjatichatki und Woloschino täglich mit Wasser sanitär behandelt werden. Insgesamt seien 182 Straßen, 148 Häuser und 39 Autos behandelt worden, so die Hauptverwaltung.

    „Um die Konzentration der Abfallprodukte zu verringern, werden die austrocknenden Säurebecken mit Wasser (52.000 Kubikmeter pro Tag, insgesamt wurden 260.000 Kubikmeter Wasser eingepumpt) aus neun Bohrlöchern der Titanowije Inwestizii GmbH gefüllt“, berichtet das Ministerium.

    Die Föderale Biomedizinische Agentur soll an der Durchführung von Laboruntersuchungen arbeiten, um ein offizielles Gutachten und Vorschläge zu erteilen.

    Am 4. September wurde in Armjansk eine über dem MAK-Wert liegende Schwefeldioxidkonzentration in der Luft festgestellt. Das naheliegende Chemiewerk „Krimskij Titan“ stellte seinen Betrieb für zwei Wochen ein.

    Krim-Chef Sergej Aksjonow erklärte, es bestehe keine Gefahr für die Gesundheit der Einwohner, alle Kinder aus Armjansk würden aber in Sanatorien und Ferienlager in anderen Gebieten der Krim geschickt. Nach letzten Angaben werden mehr als 4000 Kinder in verschieden Sanatorien auf der Halbinsel untergebracht. Die Leiterin der Föderalen Dienste für die Aufsicht im Bereich Verbraucherschutz und Schutz des menschlichen Wohlergehens (Rospotrebnadsor), Anna Popowa, ist in der Stadt angekommen und hat erklärt, die Kläranlagen des Werkes würden geprüft werden. Es wurde außerdem ein Strafverfahren wegen Anzeichen für einen Verstoß gegen die Regeln des Umgangs mit umweltschädlichen Gefahrstoffen und Abfällen eingeleitet.

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    Tags:
    Schadstoffemissionen, Werk, Abfälle, Stoff, Strafverfahren, Gefahr, Gesundheit, Rospotrebnadsor, Katastrophenschutzministerium Russlands, Sergej Aksjonow, Armjansk, Krim, Russland