11:41 18 Dezember 2018
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    Sprecherin der russischen Außenministerium Maria Sacharowa (Archiv)

    Moskau empört über Aufstellung des Denkmals für Waffen-SS-Legionäre in Estland

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    Moskau ist über die Aufstellung eines Gedenksteins für estnische Waffen-SS-Legionäre in Estland empört. Das sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag.

    „Die Wiedererrichtung des skandalösen Denkmals für die Legionäre der 20. estnischen Waffen-SS-Division am 2. September in der Ortschaft Lihula, das im Jahr 2004 demontiert worden war, kann nur Empörung auslösen“, sagte Sacharowa.

    Sie betonte, dass dies mit Duldung der estnischen Behörden passiert sei, was davon zeuge, dass Tallinn Kurs auf die Förderung der Nazi-Ideologie genommen habe.

    „Wir rufen unsere internationalen Partner auf, ihre Aufmerksamkeit einer Serie von frevelhaften Versuchen zu schenken, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben, welche im post-sowjetischen Estland alltäglich geworden sind“, betonte Sacharowa.

    Die Estnische Konservative Volkspartei (EKRE) hatte am 2. September eine Gedenkveranstaltung in der Stadt Lihula vor einer Kopie des Denkmals für jene Esten durchgeführt, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite Nazi-Deutschlands kämpften. Wie die Organisatoren erklärten, sei die Kopie des Denkmals nur für die Zeit der Veranstaltung aufgestellt worden.

    Das Denkmal mit dem Bild eines in eine SS-Form gekleideten Soldaten wurde erstmals 2002 in der Stadt Pärnu errichtet, aber nach einer Reihe von Protesten bald wieder demontiert. Im August 2004 wurde das Denkmal auf Initiative der estnischen Organisationen der Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs, die an der Seite Nazi-Deutschlands kämpften, in der Stadt Lihula errichtet. Unter dem Druck der Weltgemeinschaft musste die Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Juhan Parts das Denkmal am 2. September 2004 demontieren lassen.

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    Tags:
    Errichtung, Denkmal, Zweiter Weltkrieg, Maria Sacharowa, Estland, Russland