11:02 22 September 2018
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    Von Tinder bis Gefängnis: 16 Jahre für Nimmersatt

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    In Kalifornien ist ein 45-jähriger Mann festgenommen worden, da er bei Verabredungen kostspielige Mahlzeiten verzehrte und dann flüchtete. Nun drohen ihm 16 Jahre Haft, berichtet abc.

    Ein Mann aus Kalifornien soll Bekanntschaften von Online-Datingseiten wie laut Medien unter anderem Tinder und Bumble für die Befriedigung seiner kulinarischen Vorlieben ausgenützt haben. In mindestens zehn Fällen soll Paul G. Essen im Wert von über 100 US-Dollar bestellt haben.

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    Nachdem er aufgegessen hat, soll er den Tisch verlassen haben – etwa mit dem Vorwand, kurz telefonieren zu müssen, das Ladekabel zu holen oder das WC aufzusuchen. Danach ergriff er die Flucht. Die Dates waren daraufhin gezwungen, die Rechnung aus eigener Tasche zu begleichen. In zwei Fällen sollen die Restaurants die Kosten übernommen haben.

    Bereits seit 2016 sollen Fälle von G. bekannt sein. Ein Opfer berichtet, er hätte zwei teure Vorspeisen bestellt – angeblich, weil er Bodybuilder sei.

    Stets soll er sich charmant gegeben und den Frauen das Gefühl vermittelt haben, aufrichtig an ihnen interessiert zu sein. Mit der Masche soll der Abzocker mehr als 1000 Dollar Schaden angerichtet haben – laut Gericht hatten die Bestellungen einen Wert zwischen 81 und 250 Dollar.

    Wegen elf Erpressungsfällen, zwei Fällen versuchter Erpressung, zwei Vergehen wegen Betrugs und einem Fall von Diebstahl drohen G. nun nach seinen „kostenlosen“ Gourmet-Touren bis zu 16 Jahre und zehn Monate Gefängnis. Für seine Freilassung muss eine Kaution in Höhe von 315.000 US-Dollar entrichtet werden. Auch ist bekannt, dass er 2016 aus einem Friseursalon floh – ebenfalls ohne die Rechnung beglichen zu haben.

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