13:39 24 September 2018
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    Tornado-Kampfjets der Bundesluftwaffe (Archivbild)

    Von der Leyen lässt deutschen Tornado-Kampfeinsatz in Syrien prüfen - Medienberichte

    © AP Photo / ddp/ Axel Schmidt
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    Nach Angaben der „BILD“ wird im Bundesverteidigungsministerium erwogen, sich künftig an der Allianz von USA, Großbritannien und Frankreich bei ihrem Militäreinsatz in Syrien zu beteiligen. Das könnte einen Kampfeinsatz deutscher Tornado-Jets miteinbeziehen.

    Der Meldung zufolge soll Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen veranlasst haben, zu prüfen, inwiefern sich die Bundeswehr militärisch an Vergeltungsschlägen gegen die syrischen Regierungstruppen beteiligen könnte.

    Eine deutsche Beteiligung an einem Kampfeinsatz gegen Syrien würde aber nur in dem Fall eines Giftgaseinsatzes seitens der syrischen Regierung gelten, so die Idee der Bundesverteidigungsministerin.

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    Noch vor wenigen Monaten hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Beteiligung der Bundeswehr an „militärischen Aktionen“ gegen Syrien ausgeschlossen.

    Laut der „BILD“ soll jetzt allerdings im Ministerium eine Kehrtwende durchaus als möglich betrachtet werden.

    Eine Anfrage der Vereinigten Staaten an das Kanzleramt soll am Anfang dieser möglichen Kehrtwende gestanden haben.

    Bei einer gemeinsamen deutsch-amerikanischen Expertenrunde sollen danach verschiedene Optionen diskutiert worden sein, darunter Aufklärungsflüge vor oder Schadenanalyse nach einem möglichen Angriff, aber auch direkte Kampfeinsätze, bei denen deutsche Tornados Bomben auf Ziele in Syrien abwerfen würden.

    Entscheidend wäre bei einem möglichen deutschen Kampfeinsatz auch die Frage, ob das Parlament einen deutschen Luftschlag gegen Syrien blockieren könnte. Dies scheint im Moment nicht der Fall zu sein.

    Laut der „BILD“ würde die Entscheidung zunächst nur im Kanzleramt gefällt werden. Aufgrund des Zeitdrucks würde die Bundesregierung das Parlament erst nachträglich befragen.

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    Auf die entsprechende „BILD“-Nachfrage sollen das Verteidigungsministerium und das Auswärtige Amt ausgesagt haben:

    „Die Situation in Syrien gibt Anlass zu höchster Sorge. Selbstverständlich sind wir in diesen Zeiten im engen Kontakt mit unserem amerikanischen Verbündeten und europäischen Partnern. Auf allen Ebenen tauschen wir uns ständig aus über das aktuelle Lagebild, mögliche weitere Krisenszenarien sowie gemeinsame Handlungsoptionen. Ziel ist, dass die Konfliktparteien eine Eskalation der bereits jetzt für die betroffenen Menschen furchtbaren Situation vermeiden.“

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    Tags:
    Kampfeinsatz, Tornado-Bomber, Ursula von der Leyen, Syrien, Deutschland, USA