17:03 16 November 2018
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    Wladimir Putin im Schießstand (Archivbild)

    Hirngespinste britischer Medien: Putin soll Skripal-Killer hingerichtet haben

    © Sputnik / Alexej Druschinin
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    Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ hat in einem Artikel die Vermutung geäußert, dass der russische Präsident Wladimir Putin die zwei angeblichen Auftragsmörder des Ex-GRU-Agenten und Überläufers Sergej Skripal bereits habe hinrichten lassen.

    Der Artikel erschien mit der markanten Überschrift: „Wladimir Putin hat die russischen Nowitschok-Killer möglicherweise hinrichten lassen, in dem Versuch, sich von der Salisbury-Attacke zu distanzieren“. Dabei beruft sich das Blatt nicht einmal auf anonyme Quellen in der britischen Regierung, sondern auf den russischen kremlkritischen Politologen Andrej Piontkowky.

    „Wenn Petrow und Baschirow (sic) sich in den kommenden Tagen nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen, bedeutet das, dass sie bereits tot sind“, so Piontkowky.

    Die beiden Männer können sich selbst laut dem Politikexperten das Leben retten, wenn sie an die Öffentlichkeit gehen.

    Der Politologe verglich den Anschlag auf die Skripals mit der Polonium-Vergiftung des ehemaligen russischen FSB-Agenten Alexander Litwinenko. Dmitri Kowtun und Andrej Lugowoj, die London für den Mord an Litwinenko verantwortlich macht, hätten damals die britischen Anschuldigungen öffentlich in einer Radiosendung zurückgewiesen. Damit hätten sich die beiden Männer selbst das Leben gerettet.

    In der vergangenen Woche hatte die britische Premierministerin Theresa May zwei russische Bürger, Alexander Petrow und Ruslan Boschirow, des Giftgasanschlags auf Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Salisbury beschuldigt und mit neuen internationalen Sanktionen gegen Russland gedroht. 

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

    18 EU-Länder sowie die USA, Kanada, die Ukraine, Albanien, Mazedonien, Norwegen und Australien haben im Zusammenhang mit dem „Fall Skripal“ die Ausweisung russischer Diplomaten beschlossen.

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    Tags:
    Fake-Medien, Nervengift, Killer, Tatverdächtige, Fake-News, Mord, GRU, Hauptverwaltung für Aufklärung beim Generalstab der russischen Streitkräfte GRU, The Sun, Sergej Skripal, Theresa May, Wladimir Putin, Salisbury, Großbritannien, Russland