18:19 18 September 2018
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    Suchaktion nach dem argentinischen U-Boot ARA San Juan (Archivbild)

    Vermisstes U-Boot „San Juan“: 55 Meter langes Objekt im Suchgebiet entdeckt - Medien

    © AFP 2018 / Eitan Abramovich
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    Das US-amerikanische Unternehmen Ocean Infinity hat ein 55 Meter langes Objekt im Suchgebiet nach dem im Jahr 2017 verschollenen U-Boot „ARA San Juan“ der Marine Argentiniens entdeckt, wie die argentinische Zeitung „Clarin“ berichtet.

    Der Fund ist laut der Zeitung drei Tage nach Beginn der Suchoperation bekannt gegeben worden. Nun gilt es für die Behörden des Landes, das entdeckte Objekt näher zu erkunden.

    Im Kommando der Seestreitkräfte Argentiniens glaube man allerdings nicht, dass der Fund eine Beziehung zu dem verschollenen U-Boot habe, wie eine Quelle der Zeitung in der Behörde mitteilte.

    „Beim Treffen mit den Spezialisten-Team (von Ocean Infinity – Anm. d. Red.) hat man uns informiert, dass die Untersuchung des erhaltenen Kontakts fortgesetzt werde. Wir haben die Darstellung eines länglichen Gebildes von etwa 55 Metern Länge gesehen, es kann sich um eine geologische Formation handeln, (…) die Arbeit geht weiter, um  vor dem Einsatz eines Tiefseeapparats klare Bilder zu erhalten“, zitiert die Ausgabe Angehörige von Mitgliedern der U-Boot-Crew.

    Im Gebiet der Suchoperation sei in 300 Meter Tiefe außerdem ein gesunkenes Schiff gefunden worden. Die Fachleute untersuchen es ebenso, doch nach ersten Angaben sollen sich die Abmessungen des Schiffs von denen des verschollenen U-Boots unterscheiden, so die Zeitung.

    Im August hatten die argentinischen Behörden mitgeteilt, dass sie Kontakt zur Ocean Infinity aufgenommen hätten – zwecks  Suche nach der „ARA San Juan“. Es hieß, dass das Unternehmen nur im Fall der Entdeckung des U-Boots ein Entgelt fordern werde. Ocean infinity hatte sich zuvor bereits an der Suche nach der im März 2014 auf dem Flug MH370 verschwundenen malaysischen Boeing 777-200 beteiligt. Ende Mai hatte das Unternehmen verkündet, die Suchoperation beendet zu haben.

    Die „ARA San Juan“ war am 15. November 2017 plötzlich vom Radar verschwunden, als sich das U-Boot auf der Fahrt von der Marinebasis Ushuaia zu seinem Stützpunkt in Mar del Plata befand. In der letzten Funkverbindung des vermissten U-Boots soll der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet haben. An Bord befanden sich 44 Menschen, darunter auch Argentiniens erste U-Boot-Fahrerin Eliana Maria Krawczyk.

    Laut Vertretern der US-Marine war am Tag des Verschwindens des U-Boots eine Explosion registriert worden, die mit der „ARA San Juan“ in Zusammenhang gestanden haben könnte. Spezialisten registrierten am 15. November „ein ungewöhnliches Unterseesignal“ im Gebiet des Verschwindens des U-Boots und teilten die entsprechenden Angaben dazu mit.

    15 Tag nach dem Verschwinden des U-Boots teilte die argentinische Marine mit, dass die Suche nach möglichen Überlebenden der 44-köpfigen Crew der „ARA San Juan“ einstelle, aber die Suche nach dem U-Boot fortgesetzt werde.

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    Suchaktionen, Katastrophe, U-Boot, Unfall, ARA San Juan, MH370, Argentinien