01:07 25 September 2018
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    US-Soldatin während der Übungen (Symbolbild)

    Betreiben USA Biowaffen-Programm in Georgien? Russland analysiert Dokumente

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    Laut dem russischen Verteidigungsministerium wird es die zuvor aufgetauchten Dokumente zu einem möglichen Biowaffenprogramm der Vereinigten Staaten in Georgien genauestens analysieren und die entsprechenden Ergebnisse der Analyse an die Öffentlichkeit bringen.

    Das russische Verteidigungsministerium habe die Dokumente, die ein mögliches amerikanisches Biowaffenprogramm im Kaukasusland Georgien belegen könnten, zur Kenntniss genommen und werde sie untersuchen.

    Die entsprechenden Unterlagen sind zuvor vom ehemaligen georgischen Minister für Staatssicherheit Igor Georgadse im Internet veröffentlicht worden.

    Derzeit werden alle auf der Webseite von Igor Georgadse veröffentlichten Dokumente von Spezialisten des russischen Verteidigungsministeriums untersucht. Die Ergebnisse dieser Analyse werden der russischen und internationalen Öffentlichkeit präsentiert werden", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung der Verteidigungsbehörde.

    Bereits jetzt könne man allerdings sagen, dass die veröffentlichten Unterlagen Anzeichen von schweren Rechtsverletzungen seitens der amerikanischen Seite aufweisen würden.

    „Die jetzt bekannten skandalträchtigen Tatsachen und Dokumente weisen Anzeichen von schweren Verletzungen des Übereinkommens über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) Waffen und Toxinwaffen sowie über deren Vernichtung auf", so die russische Seite.

    Dabei sei dieses Übereinkommen im Jahr 1972 von den Vereinigten Staaten selbst ratifiziert worden.

    Am 11. September waren auf einer Pressekonferenz des ehemaligen georgischen Ministers für Staatssicherheit, Igor Giorgadse, in Moskau neue Beweise für die gefährlichen Aktivitäten der Amerikaner in Biolaboren in Georgien vorgelegt worden.

    Militärische und zivile Dienstleister hätten in Georgien geheime Experimente durchgeführt, darunter an Menschen, so Giorgadse.

    Das würden die veröffentlichten vertraulichen Papiere belegen.

    In ihnen sind die Ergebnisse der Experimente an 340 Menschen dargelegt, von denen 27 gestorben sind, bei denen Anomien, bakteriologische Infektionen, massive Schwächungen und andere Nebensymptome festgestellt wurden. Im Dezember 2015 starben 30 Menschen, die angeblich gegen Hepatitis C behandelt wurden, davon 24 an einem Tag.

    Bei der Benennung der „Todesursache“ wurde stets „unbekannt“ angegeben. Giorgadse zufolge wurden Experimente an Menschen durchgeführt, die einer experimentellen Behandlung zugestimmt hatten, einigen von ihnen gegen Entgelt. Seit 2015 wurden in Georgien Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C aktiv angewendet, doch im Biolabor Lugar Center wurden sie „ohne Berücksichtigung der Wünsche der Patienten“ und trotz Kontraindiktionen als Rezept ausgestellt. Das Endziel dieser Experimente an den Menschen könnte die Entwicklung von Biowaffen sein. Journalisten zufolge arbeitet das Labor an Stämmen von Erzeugern von Pest, Schweinegrippe, Milzbrand.

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    Igor Giorgadse hatte im Zeitraum von 1993 bis 1995 das Ministerium für Staatssicherheit Georgiens geleitet. Er war entlassen worden, als eine Gruppe von Unbekannten das Attentat auf den damaligen Präsidenten Georgiens, Eduard Schewardnadse, verübt hatten. Daraufhin hatte Giorgadse das Land verlassen. Offiziell war er der Organisation des Attentats beschuldigt und zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden.

    Giorgadse war gegen Michail Saakaschwili aufgetreten, der 2004 zum Präsidenten Georgiens gewählt worden war. Einige seiner Anhänger waren in Georgien wegen eines versuchten Staatsstreichs zu Haftstrafen verurteilt worden. 2016 hatte die Interpol Giorgadse aus der Fahndungsliste gestrichen.

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    Tags:
    Forschungsprogramm, Biowaffen, Georgien, USA