05:42 19 November 2018
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    Chemiewerk Krimer Titan im Norden der Schwarzmeer-Halbinsel Krim

    Im Norden der Krim wurden wieder erhöhte Schadstoffwerte gemessen

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    Im Norden der Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind in der Luft erneut erhöhte Schadstoffwerte gemessen worden. Quelle der Verseuchung sei wie bisher der dem Chemiewerk Krimer Titan gehörende austrocknende Säurebecken, teilte die Chefin der Krimer Verbraucherschutzbehörde, Natalia Penkowskaja, am Freitag in der Hauptstadt Simferopol mit.

    „Im Vergleich zum Dienstag hat sich die Lage etwas verschlechtert. Registriert wurden erhöhte Konzentrationen von Schwefelanhydrid und Wasserstoffchlorid, die den MAK-Wert mancherorts um das Neunfache übersteigen. Die höchsten Werte wurden in der Siedlung Perekop registriert, die am nächsten zum Säurebecken liegt“, sagte die Expertin.

    Penkowskaja zufolge gab es bislang keine akuten Vergiftungen. Die Konzentration sei im Prinzip nicht lebensgefährlich, was auch das Gesundheitsministerium belege.

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    Am Freitagabend wurde in Armjansk und umliegenden Siedlungen im Norden der Halbinsel Notstand ausgerufen, teilte der Verwaltungschef der Stadt, Wassili Telischenko, mit. „Die Beseitigung der Folgen der Schadstoffemission wird aus dem Reservefonds der Republik finanziert“, sagte er.

    Der Säurespeicher von Krimer Titan ist ein offenes Reservoir, das in den letzten Jahren einen deutlich geringeren Pegel aufwies, was zu einer Erhöhung der Konzentration der verbleibenden Säuren und zur Verdampfung verschiedener chemischer Stoffe in die Atmosphäre geführt hat. Die Säure im Becken wurde bislang mit Wasser aus dem Nord-Krim-Kanal verdünnt. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland 2014 hatte die Ukraine den Kanal, über den Wasser aus dem Dnepr auf die Krim geleitet wurde, trockengelegt.

     

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    Tags:
    Luftverseuchung, Konzentration, Erhöhung, Natalia Penkowskaja, Krim, Russland