13:05 15 Oktober 2018
SNA Radio
    Pjotr Wersilow (Archivbild)

    Pussy-Riot-Mitglied auf dem Weg der Besserung – Charité lobt Erstbehandlung in Moskau

    © Sputnik / Ramil Sitdikow
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Andreas Peter
    163235

    Der mit unklaren Vergiftungssymptomen in die Berliner Charité eingelieferte russische Künstler Pjotr Wersilow ist auf dem Weg der Besserung, wie das Berliner Universitätsklinikum mitteilte. Demnach gehen die behandelnden Ärzte von einer vollständigen Heilung Wersilows aus. Die Analyse der Ursache seiner Erkrankung sei breit gefächert und dauere an.

    Pjotr Wersilow, Mitglied der russischen Aktionskünstlergruppe Pussy Riot, war am Wochenende, aus Moskau kommend, in die Charité eingeliefert worden. Europas größtes Universitätsklinikum teilte jetzt mit, bei Wersilow seien unklare Vergiftungserscheinungen und ein anhaltender Verwirrtheitszustand diagnostiziert worden. Er wurde eingehend untersucht und wird auf der Intensivstation betreut. Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, erklärte in Berlin:

    „Pjotr Wersilows gesundheitlicher Zustand verbessert sich von Tag zu Tag, und er ist nicht mehr vital gefährdet. Wir sind zuversichtlich, dass es zu einer vollständigen Heilung kommen wird. Die Ärzte in Moskau haben eine gute medizinische Erstbehandlung geleistet und waren sehr kooperativ.“

    In westlichen Medien wurden Behauptungen transportiert, Wersilow sei vergiftet worden. Der 30-Jährige war am Dienstag vergangener Woche in eine Moskauer Klinik gebracht worden. Seine Freundin gab an, Wersilow könne weder sehen, sprechen noch laufen. Zuvor sei Wersilow in einem Gericht gewesen und habe dort gegessen.

    Auch die Moskauer Ärzte seien offenbar von einer Vergiftung ausgegangen, erklärte Charité-Vorstandschef Einhäupl. Sein Kollege und behandelnder Arzt, Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, erklärte zu den Spekulationen, Wersilow sei vergiftet worden:

    „Wir gehen von einer jetzt schon fast eine Woche anhaltenden Intoxikation aus. Die klinischen Befunde sprechen für eine bestimmte Wirkstoffgruppe, aber die Substanz ist nicht bekannt. Wir haben deshalb in Abstimmung mit Experten für Toxikologie eine breitgefächerte Analytik initiiert.“

    Der Charité-Vorstandsvorsitzende Karl Max Einhäupl schloss nach derzeitigem Kenntnisstand ein Drogenproblem Wersilows als Ursache für die Vergiftungssymptome aus.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Aktivisten, Verbesserung, Vergiftung, Gesundheit, Charité Berlin, Pussy Riot, Pjotr Wersilow, Berlin, Deutschland, Moskau, Russland