18:09 16 Oktober 2018
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    Prora auf der Insel Rügen heute

    Über Hitlers und Honeckers Zeiten: Prora bekommt Dokumentationszentrum

    © AFP 2018 / Tobias Schwarz
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    Die Nationalsozialisten planten es als „Seebad der 20.000.“ In der DDR zog hier die Nationale Volksarmee ein. Prora auf der Insel Rügen hat bewegte Zeiten hinter sich. In den kommenden Jahren soll der kilometerlange Koloss ein Bildungs- und Dokumentationszentrum bekommen.

    Die Lenkungsgruppe Vorpommern der Landesregierung hat am Mittwoch ihre Unterstützung zugesagt. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Diese Gruppe wurde vergangenes Jahr ins Leben gerufen, um Projekte in Vorpommern zu unterstützen. Zu denen gehört auch Prora. In Block V soll jetzt eine Dauerausstellung die Geschichte des Ortes zu Zeiten des NS-Regimes und in der DDR zeigen. Zudem sollen eine Aussichtsplattform auf dem Dach des Gebäudes sowie Seminarräume für Bildungsarbeit entstehen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund investieren jeweils 3,4 Millionen Euro in das Zentrum. Mit diesem finanziellen Umfang ist Prora laut NDR das größte Projekt im Bereich Gedenkstättenförderung.

    Entscheidung über Verkauf von Block V im Oktober

    Im Block V ist bereits die Jugendherberge untergebracht. Unabhängig davon wird der Kreistag Anfang Oktober über den Verkauf von Block V entscheiden. Neben dem Bildungs- und Dokumentationszentrum sollen in dem 450 Meter langen Gebäudekomplex weitere Wohnungen entstehen. Anfang Oktober fällt auch die Entscheidung, welcher Bieter den Zuschlag erhalten soll. Das sagte Landrat Ralf Drescher (CDU) dem Nordkurier. Block V der von den Nazis als „Seebad der 20.000” geplanten Anlage ist der letzte Block, der noch in kommunaler Hand ist.

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    Tags:
    Archiv, Architektur, Nationalsozialismus (Nazismus), Nazis, Nationale Volksarmee (NVA), DDR, Mecklenburg-Vorpommern, Ostsee, Prora