09:44 22 Oktober 2018
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    „Wegen Verleumdung“: Poroschenko geht gerichtlich gegen BBC vor

    © AFP 2018 / Carl Court
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat beim High Court of Justice in London eine Klage gegen den britischen TV-Sender BBC wegen Verleumdung eingereicht. Das schreibt die Zeitung „The Telegraph“ am Freitag.

    Als Grund dafür gilt demnach die Meldung des Senders vom 23. Mai 2018, wonach Poroschenko 400.000 US-Dollar (zirka 300.000 Euro) für ein Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump bezahlt haben soll.   

    Treffen von Petro Poroschenko und Donald Trump im Weißen Haus
    © REUTERS / Ukrainian Presidential Press Service/Mykola Lazarenko
    Laut Poroschenko entspricht diese Information nicht der Wirklichkeit. Die Behauptung beschädige seine Würde.

    Zudem behaupten die Anwälte des ukrainischen Staatschefs, dass diese Meldung den Ruf Poroschenkos geschädigt habe, da er in der Ukraine aktiv „gegen die Korruption kämpft“.   

    Indes soll der Sender diese Meldung weder korrigiert noch Entschuldigungen veröffentlicht haben. Der entsprechende Artikel ist weiterhin auf der Webseite des Senders zu finden.

    Das Treffen zwischen Trump und Poroschenko hatte im Juni 2017 stattgefunden.

    Der ukrainische Staatschef hatte dem Sender zufolge schon eine Zeit lang versucht, ein Treffen mit Trump zu bekommen, seine eigenen Lobbyisten hätten es aber nicht hinbekommen. Daher habe sich ein ehemaliger Mitarbeiter des Präsidenten mit Hilfe eines ukrainischen Parlamentsabgeordneten an den Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Cohen, gewandt.

    Ob Trump von der mutmaßlichen Zahlung wisse, sei unklar.

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    Tags:
    Klage, Gericht, Michael Cohen, Donald Trump, Petro Poroschenko, Großbritannien, Ukraine, USA