12:45 17 Oktober 2018
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    Humanitärer Korridor Abu al-Duhur in der syrischen Deeskalationszone Idlib

    An nur einem Tag: Hunderte Zivilisten verlassen Idlib über humanitären Korridor

    © AFP 2018 / George Ourfalian
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    Die sogenannte Deeskalationszone Idlib haben allein in den zurückliegenden 24 Stunden 404 Zivilisten verlassen können. Darüber informierte das russische Zentrum zur Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien am Donnerstag.

    „In den zurückliegenden 24 Stunden haben 404 Menschen, darunter 152 Kinder, die Deeskalationszone Idlib über den humanitären Korridor Abu al-Duhur verlassen“, hieß es.

    Laut der Meldung wurde zudem 227 Syrern, darunter 95 Minderjährigen, medizinische Hilfe erwiesen.

    Der humanitäre Korridor Abu al-Duhur im Südosten der Provinz Idlib nahm am Dienstag seine Arbeit wieder auf. Er hätte schon am Montag funktionieren sollen. Doch wegen des Beschusses durch Terroristen musste seine Eröffnung um einen Tag verschoben werden. Nun verlassen Zivilisten die von Terroristen kontrollierten Gebiete.

    Zuvor hatten die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, bei ihrem Treffen in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi vereinbart, dass bis zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in der Provinz Idlib geschaffen werden soll. Die Zone werde 15 bis 20 Kilometer breit sein.

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra“* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls die politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation   

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    Tags:
    Zivilisten, humanitärer Korridor, Deeskalationszonen, Dschebhat an-Nusra, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Türkei, Russland, Syrien