03:24 17 Oktober 2018
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    Folgen des Erdbebens und des Tsunamis in Palu, Indonesien, der 30. September 2018

    Nach verheerender Katastrophe in Indonesien: Über 100 Häftlinge brechen aus

    © REUTERS / Antara Foto/Darwin Fatir
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    Mehr als 100 Häftlinge haben auf der indonesischen Insel Sulawesi die Flucht ergriffen, nachdem es zu Unruhen und einem Brand im Gefängnis gekommen war. Das schreibt „The Jakarta Post“ am Sonntag.

    Demnach sollen die Insassen nach Erlaubnis gefragt haben, die Haftanstalt in der Provinz Sulawesi Tengah zu verlassen und nach Familienmitgliedern in Katastrophengebieten zu suchen. Als der Gefängnisdirektor die Bitte abgeschlagen habe, seien offenbar 342 Häftlinge wütend geworden und hätten die Institution angezündet.

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    „Mindestens 100 Insassen sind aus dem Gefängnis ausgebrochen“, berichtet das Portal kompas.com unter Berufung auf den Gefängnisdirektor, Saifuddin.

    Ihm zufolge waren 100 Polizeibeamte der Provinz im Einsatz, um die Situation in den Griff zu bekommen. Der Brand soll laut Medienberichten den größten Teil der Haftanstalt vernichtet haben. Es sei unmöglich, die gebliebenen Insassen aufzuhalten. Feuerwehrleute seien vor Ort im Einsatz.

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    Am Freitagmorgen hatte ein Erdbeben der Stärke 6,1 auf der Richterskala die indonesische Insel Sulawesi unweit der Stadt Palu, der Hauptstadt von Sulawesi Tengah, erschüttert. Dem folgte ein weiteres Beben der Stärke 7,7 in dieser Region, das einen Tsunami auslöste.

    Nach letzten Angaben fielen 832 Menschen der Katastrophe zum Opfer. Die Zahl könnte allerdings noch weiter steigen, da die Behörden bislang nicht zu allen Ortschaften in Küstenregionen Kontakt haben.

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    Tags:
    Naturphänomen, Tsunami-Warnung, Ausbruch, Flucht, Naturkatastrophe, Tsunami, Gefängnis, Krawalle, Häftling, Erdbeben, Brand, Natur, Indonesien