14:19 28 Januar 2020
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    Der Kreistag von Vorpommern-Rügen hat am Montagabend entschieden: Der letzte Block des von den Nationalsozialisten als „Seebad der 20.000“ geplanten Kolosses von Prora wird privatisiert. Hier sollen vor allem Wohnungen entstehen – aber nicht nur.

    Es ist der letzte Teil des viereinhalb Kilometerlangen Gebäudekomplexes, der noch in öffentlicher Hand liegt. Nach übereinstimmenden Medienberichten stimmte der Kreistag von Vorpommern-Rügen am Montagabend im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung dem Verkauf von Block 5 zu. Das sagte Landrat Ralf Drescher (CDU) der Schweriner Volkszeitung.

    Luxuswohnungen in Prora (Archivbild)
    © AFP 2019 / Tobias Schwarz
    Angaben über Kaufsumme oder Käufer machte er nicht.

    Der Block 5 ist 450 Meter lang. Hier sollen Wohnungen entstehen. Ausnahme ist ein 40 Meter breiter Streifen. In dem soll ein Dokumentationszentrum künftig die Geschichte des „Kolosses von Prora“ unter Hitler und in der DDR beleuchten. Dazu ist eine Dauerausstellung geplant. Land und Bund haben jeweils 3,4 Millionen Euro für das Zentrum zugesagt.

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    Tags:
    Verkauf, Adolf Hitler, Prora, DDR, Deutschland