19:07 23 Oktober 2018
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    Eine Mücke (Symbolfoto)

    Moskau besorgt: Arbeiten USA an Drohnen für Insekten, die Krankheiten übertragen?

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    In der Umgebung des Richard-Lugar-Labors in Georgien verschlechtert sich laut dem Chef der ABC-Abwehrtruppen Russlands, Igor Kirillow, die Situation mit den Erkrankungen, die von Insekten verbreitet werden.

    „In der Region, wo sich das Richard-Lugar-Labor befindet, verschlechtert sich besonders stark die Situation mit jenen Erkrankungen, die von Insekten als Überträgern verbreitet werden“, sagte er.

    Laut den Angaben, die auf der Webseite des Europäischen Zentrums für Kontrolle und Prophylaxe von Krankheiten (ECDC) veröffentlicht wurden, erfolgt eine Verschiebung des Areals diverser Mückenarten, die zuvor nur in den südlichen Ländern heimisch waren, darunter auch in Georgien, auf das Territorium von mehreren Subjekten Russlands, unterstrich Kirillow.

    Er präzisierte, dass laut der Information der russischen Behörde für Verbraucherschutz „Rospotrebnadzor“, die Verbreitung der Zecken die Ursache für das Auftreten des Krim-Kongo hämorrhagischen Fiebers im Gebiet Stawropol und Rostow geworden sei.

    „Die untypische Dynamik der Erweiterung des Areals der Überträger zwingt uns, auf die Information von Igor Giorgadse über die Entwicklung von technischen Beförderungsmitteln und den Einsatz biologischer Waffen durch die Amerikaner aufmerksam zu werden“, sagte Kirillow.

    Ihm zufolge wurde ein Patent  Nr. 8967029 demonstriert, das von der US-Agentur für Patente und Warenzeichen für eine Drohne zur Verbreitung von infizierten Insekten in der Luft erstellt worden war. (Der Kommandeur meint  offenbar das mutmaßliche US-Geheimprojekt "Insect Allies").

    „In der Beschreibung zum Patent steht geschrieben, dass mit Hilfe dieser Einrichtung die Truppen des Gegners ohne Risiko für die US-Militärs vernichtet oder kampfunfähig gemacht werden können. Derartige Entwicklungen korrelieren nicht mit den internationalen Verpflichtungen Washingtons über das Verbot der biologischen und Giftwaffen“, ergänzte Kirillow.

    Wie der ehemalige georgische Minister für Staatssicherheit, Igor Giorgadse, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau erklärt hatte, habe er US-Präsident Donald Trump gebeten, ein Ermittlungsverfahren zur Tätigkeit des Richard-Lugar-Labors einzuleiten,  wo nach seiner Behauptung letale Experimente an Menschen vorgenommen worden sein könnten. Giorgadse führte Angaben zum Tod von 30 Personen an, die vermutlich im Dezember 2015 während einer Hepatitis-C-Therapie im Labor gestorben sein sollen. Im April und August  2016 seien 30 bzw. 13 Menschen gestorben. Die jeweilige Todesursache sei als „unbekannt“ bezeichnet worden, es seien jedoch keine Ermittlungen dazu angestellt worden.

    Laut Giorgadse sind die Probanden nicht namentlich genannt und lediglich mit Nummern in Verbindung mit dem jeweiligen Geburtsdatum und der jeweiligen geschlechtlichen Zugehörigkeit angegeben.

    Die Dokumente, die der georgische Ex-Minister veröffentlicht habe, bestätigen laut Kirillow die Befürchtungen in Bezug auf rechtswidriges Vorgehen der USA auf georgischem Territorium, darunter auch deren Versuche, die Biowaffenkonvention zu umgehen.

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    Tags:
    biologische Waffen, übertragen, Krankheiten, Insekten, Drohnen, US-Agentur für Patente und Warenzeichen, Europäisches Zentrum für Kontrolle und Prophylaxe von Krankheiten (ECDC), Richard-Lugar-Labor, ABC-Abwehrtruppen Russlands, Igor Giorgadse, Donald Trump, Igor Kirillow, Russland, Georgien, USA