12:49 15 Oktober 2018
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    Goldene Medaille des Friedensnobelpreises

    Friedensnobelpreis 2018: Träger sind bekannt

    © AP Photo / Fernando Vergara
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    Den Friedensnobelpreis 2018 haben der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die jesidische UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad erhalten. Das gab das Nobelkomitee in Oslo am Freitag bekannt.

    Beide wurden für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Waffe im Krieg gewürdigt.

    Der Gynäkologe Mukwege operiert in seiner Heimat vergewaltigte Frauen. Murad aus dem Nordirak war einst selbst von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch Daesh/IS)* als Sexsklavin verschleppt worden. Sie überlebte ihre dreimonatige Gefangenschaft und konnte fliehen. Heute setzt sie sich für die Rechte von Menschen ein, die ein ähnliches Schicksal erleiden.

    Die beiden galten bisher als Favoriten für den Friedensnobelpreis.

    Diesmal hatten sich 329 Kandidaten, darunter 112 gesellschaftliche und internationale Organisationen, um den Nobelpreis beworben.

    Der Friedensnobelpreis ist der wichtigste internationale Friedenspreis und eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises.

    Die Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo verliehen. Sie ist seit 2017 mit neun Millionen Schwedischen Kronen (ca. 865.000 Euro) dotiert.

    * Islamischer Staat, auch Daesh: Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Träger, Friedensnobelpreis, Terrormiliz Daesh, Denis Mukwege, Nadia Murad, Kongo, Irak, Schweden