21:07 18 Oktober 2018
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    „Brain War“: Bloomberg enthüllt echten Spionage-Skandal zwischen China und USA

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    Wenn das wahr ist, dann können jetzt alle Mythen über ungefährliche Ausrüstung zusammenbrechen. Heute ist die verblüffende Version einer Methode zum Hacken der Server von großen US-Unternehmen, darunter von Apple und Amazon, publik gemacht worden.

    Die Autoren der Bloomberg-Veröffentlichung sind der Ansicht, dass in die Mutterplatten, die die Unternehmen bei China gekauft haben sollen, Chips installiert gewesen seien, die einen Zugang zu den Speicheranlagen ermöglicht hätten. Auf solche Weise sollen die chinesischen Militärs angeblich Zugang zur geschlossenen Information gehabt und problemlos absolut alle Aktionen, darunter auch Finanzoperationen von Vertretern des großen Business, verfolgt haben können.

    Allerdings weisen die Unternehmen selbst eine solche Einmischung zurück.

    „Im Laufe des vorigen Jahres wandte sich Bloomberg mehrmals mit Anfragen, manchmal verschwommenen, bezüglich des vermutlichen Vorfalls um die Sicherheit in der Firma an uns. Jedes Mal führten wir strenge interne Untersuchungen durch, wobei wir uns von den Bloomberg-Anfragen leiten ließen, und kein einziges Mal wurden irgendwelche Beweise für die Befürchtungen des Blatts gefunden“, führt Bloomberg die Erklärung des Pressedienstes von Apple an.

    Amazon hatte seinerseits mitgeteilt, dass es ebenfalls ein umfangreiches Sicherheitsaudit durchgeführt hätte, aber keine Probleme festgestellt hätte. Eine festgestellte unbedeutende Schwachstelle hatte das Unternehmen 2018 zugegeben, aber nach Worten der Amazon-Vertreter könne diese Stelle leicht durch ein Upgrade von der Software beseitigt werden.

    Es hieß dann, dass entweder ein großes und respektables Blatt lüge oder  aber die Großunternehmen dies tun würden. Den Autoren des Artikels über die Schwachstellen zufolge hatten das FBI und die NSA irgendwie synchron Kommentare abgelehnt.

    Im Artikel heißt es, dass Amazon und Apple die „Einlagen“ unabhängig voneinander und zu unterschiedlicher Zeit entdeckt haben sollen. Die Chips selbst sollen absolut unterschiedlich funktioniert haben. Als man den Lieferweg der einzelnen Komponenten zurückverfolgt habe, sei festgestellt worden, dass die „infizierten“ Mutterplatten von dem Unternehmen „SuperMicro“ hergestellt worden seien. Dies ist eine US-Holding, aber die Komponenten für ihre Server kaufe sie in China.

    Erstaunlich sei, dass bei allen geprüften Firmen, die seinerzeit ihre Ausrüstung bei diesem Unternehmen gekauft hatten, ähnliche Schwachstellen aufgedeckt worden seien.

    Bloomberg behauptet, dass die US-Behörden den ganzen Weg der einzelnen Komponenten zurückverfolgt und dabei festgestellt hätten, dass die Auftragnehmer-Fabriken des US-Unternehmens ein gewisser Vermittler besucht haben soll, der zuerst Schmiergeld angeboten und dann bei einer Absage mit Kontrollen und als Folge mit der Schließung der Werke gedroht haben soll.

    Letztendlich haben die US-Behörden laut Bloomberg beschlossen, nach den Regeln derjenigen zu spielen, die diese „Einlagen“ vermutlich einmontiert hätten. Deshalb hätten sie, ohne sich vor irgendwelchen illegalen Methoden zu fürchten, die Hauptserver einfach gehackt, an die sich die „Einlagen“ in den Mutterplatten gewandt hätten. Auf diese Weise sollen die restlichen Opfer möglicher Cyberangriffe festgestellt worden sein.

    Es gibt vorerst noch keine direkten Beweise oder Kommentare von offiziellen Persönlichkeiten, außer von den Pressediensten der angeblich betroffenen Unternehmen.

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    Tags:
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