16:16 04 Dezember 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5624
    Abonnieren

    Gegen den verschollenen Interpol-Präsidenten Meng Hongwei sollen derzeit nach Informationen der chinesischen Zeitung „South China Morning Post“ in China Ermittlungen laufen.

    Der 64-jährige Interpol-Chef, der gleichzeitig das Amt des Vizeministers im chinesischen Ministerium der öffentlichen Sicherheit innehat, wurde demnach von „Disziplinarbehörden“ zur Vernehmung „abgeführt“, sobald er letzte Woche in China gelandet sei. Das Blatt beruft sich dabei auf eine namentlich nicht genannte Quelle.

    Der Grund für die Befragung sei noch nicht bekannt. Auch sei es nicht bekannt, wo genau sich Meng momentan befinde.

    Weder das Ministerium der öffentlichen Sicherheit noch das Außenministerium Chinas hätten den Vorfall kommentiert.

    Die französische Justiz nahm am Freitag Ermittlungen zum Verschwinden des 64-Jährigen auf. Seine Frau hatte ihn zuvor als vermisst gemeldet. Sie soll ihren Ehemann seit Ende September nicht mehr gesehen haben. 

    Interpol, die ihren Hauptsitz im französischen Lyon hat, teilte mit, man sei sich der Medienberichte über das „angebliche Verschwinden“ Mengs bewusst. Dies sei eine Angelegenheit für die zuständigen Behörden in Frankreich und China.

    Meng war im Jahr 2016 als erster chinesischer Regierungsvertreter zum Interpol-Chef gewählt worden. Seine Amtszeit läuft noch bis 2020.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Grenzdurchbruch aus Ukraine: Bewaffnete Gruppe will nach Russland eindringen
    „Von Sahel über das Mittelmeer bis in den Osten“: Maas stimmt Deutsche auf Kooperation mit USA ein
    Nord Stream 2: An Bau beteiligtes Rohrlegeschiff auf Fahrt von Kaliningrad nach Westen
    Österreichs Kanzler Kurz: Migranten „importierten“ Corona-Fälle durch Heimatbesuche
    Tags:
    Ermittlungen, Interpol, Frankreich, China