21:00 16 Oktober 2018
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    Wein (Symbolbild)

    Studie: Mythos von Wein-Nutzbarkeit widerlegt

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    Die Forscher von der Washington University School of Medicine in St. Louis in den USA sind zum Schluss gekommen, dass der Konsum von einer oder zwei Standartportionen Alkohol mehr als drei Mal pro Woche das Risiko eines Frühtodes um 20 Prozent erhöhe. Dies meldet das Fachmagazin „MedicalXpress“.

    Die Fachleute haben Daten analysiert, die während mehrerer Studien unter Beteiligung von 400.000 Menschen im Alter von 18 bis 85 Jahren gesammelt worden sind. Es stellte sich heraus, dass der Alkoholkonsum in kleineren Portionen das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen zwar etwas verringerte, aber die Entwicklung von Krebs förderte, was demnach die Wahrscheinlichkeit eines Frühtodes erhöhte.

    Dabei sei die Erhöhung der Sterblichkeit mehr für ältere Menschen im Alter von 75 Jahren als für 25-Jährige kennzeichnend, obwohl auch im letztgenannten Fall das Risiko ziemlich hoch sei. Allerdings sind die Forscher der Ansicht, dass ein mäßiger Konsum von Wein denjenigen Menschen zu empfehlen sei, die eine Veranlagung zu Herz- und Kreislauferkrankungen, aber eine niedrige Chance für die Entwicklung von bösartigen Tumoren haben.

    Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt, dass wegen des Alkoholkonsums jedes Jahr etwa drei Millionen Menschen in der ganzen Welt sterben. Dies sei mehr als die Anzahl der Todesfälle durch Aids, Gewalt und Verkehrsunfälle.

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    Tags:
    Nutzbarkeit, Alkoholkonsum, Mythos, Wein, Washington University School of Medicine in St. Louis, USA, MedicalXpress, Weltgesundheitsorganisation (WHO), USA