21:40 16 Oktober 2018
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    Interpol-Präsident Meng Hongwei (Archiv)

    China: Interpol-Chef unter Korruptionsverdacht

    © AP Photo / Wong Maye-E
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    Die chinesischen Behörden verdächtigen den Interpol-Präsidenten Meng Hongwei der Korruption. Dies berichtet die Zeitung „Le Parisien“ unter Berufung auf Quellen.

    Wie die Zeitung schreibt, könnte dem 64-jährigen Interpol-Chef, der gleichzeitig das Amt des Vizeministers im chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit innehat, vorgeworfen werden, dass er „Illegale Hilfe bei der Beschaffung von Verträgen für Dienstleistungen eines der im Bereich der Bekämpfung der Cyberkriminalität tätigen Unternehmens“ geleistet hat.

    Das Blatt stellte ebenso fest, dass die chinesische Regierung seit etwa sechs Jahren gegen Korruption kämpfe.

    Am Freitag hatte die chinesische Zeitung „South China Morning Post“ gemeldet, dass in China gegen den verschollenen Interpol-Präsidenten Meng Hongwei ermittelt werde.

    Die französische Justiz nahm am Freitag Ermittlungen zum Verschwinden des 64-Jährigen auf. Seine Frau hatte ihn zuvor als vermisst gemeldet. Sie soll ihren Ehemann seit Ende September nicht mehr gesehen haben.

    Interpol, das seinen Hauptsitz im französischen Lyon hat, teilte mit, man sei sich der Medienberichte über das „angebliche Verschwinden“ Mengs bewusst. Dies sei eine Angelegenheit für die zuständigen Behörden in Frankreich und China.

    Meng war im Jahr 2016 als erster chinesischer Regierungsvertreter zum Interpol-Chef gewählt worden. Seine Amtszeit läuft noch bis 2020.

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    Tags:
    Verschwinden, Korruption, Interpol, China