11:36 17 Oktober 2018
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    Smartphone (Symbolbild)A logo at the newly completed Interpol Global Complex for Innovation building is seen during the inauguration opening ceremony in Singapore on April 13, 2015

    Verschwundener Interpol-Präsident schickte seiner Frau rätselhaftes Messer-Bild

    © Sputnik / Ramit Sitdikow © AFP 2018 / ROSLAN RAHMAN
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    Der Chef der internationalen Polizeiorganisation Interpol, Meng Hongwei, hat vor seinem Verschwinden eine Nachricht mit einem Messer-Foto an seine Frau, Grace Man, geschickt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press.

    Grace Man soll den Journalisten in der französischen Stadt Lyon mitgeteilt haben, ihr Ehemann habe ihr mit dieser am 25. September gesendeten Nachricht offenbar sagen wollen, dass er sich in Gefahr befinde. Vier Minuten bevor Meng Hongwei das Messer-Bild schickte, soll er auch eine Message gesendet haben, in der es hieß:  „Warte auf meinen Anruf“.

    Wie die Agentur berichtet, hat Grace Man ebenso erzählt, dass sie Meng Hongwei nach dieser Nachricht nicht kontaktiert habe und nicht wisse, was mit ihm sei.

    Früher am Sonntag hatte die Zeitung „Le Parisien“ unter Berufung auf Quellen berichtet, dass die chinesischen Behörden Meng Hongwei, der gleichzeitig das Amt des Vizeministers im chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit innehabe, der Korruption verdächtigen würden.

    Die Zentrale Kommission des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) für Disziplinkontrolle hat am Sonntag mitgeteilt, dass der Interpol-Chef des Gesetzesverstoßes verdächtigt werde und Ermittlungen gegen ihn im Gange seien.

    „Der stellvertretende Minister für öffentliche Sicherheit der Volksrepublik China, Meng Hongwei, wird des Verstoßes gegen das Gesetz verdächtigt. Derzeit führt der staatliche Überwachungsausschuss eine Untersuchung in seiner Hinsicht“, heißt es in der offiziellen Erklärung.

    Da Interpol seinen Hauptsitz im französischen Lyon hat, hatte die französische Justiz am Freitag Ermittlungen zum Verschwinden des 64-Jährigen eingeleitet. Seine Frau hatte ihn zuvor als vermisst gemeldet. Sie soll ihren Ehemann seit Ende September nicht mehr gesehen haben.

    Interpol teilte dagegen mit, man sei sich der Medienberichte über das „angebliche Verschwinden“ Mengs bewusst. Dies sei eine Angelegenheit für die zuständigen Behörden in Frankreich und China.

    Meng war im Jahr 2016 als erster chinesischer Regierungsvertreter zum Interpol-Chef gewählt worden. Seine Amtszeit läuft noch bis 2020.

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    Tags:
    Interpol, Verschwinden, Korruption, China