06:40 22 Oktober 2020
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    Der ehemalige Interpol-Chef Meng Hongwei wird der Bestechlichkeit verdächtigt. Dies teilte das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit mit.

    Ende September war Meng nach China geflogen. Am Freitag tauchten Medienberichte auf, denen zufolge er als vermisst galt. Später berichtete die Zeitung „South China Morning Post", der ehemalige Interpol-Chef sei in China festgenommen worden. Gegen ihn werde ermittelt, hieß es. Am Sonntag bestätigte Peking, es gebe Untersuchungen wegen eines möglichen Gesetzesverstoßes Mengs.

    Laut seiner Ehefrau Grace soll er ihr einige Tage vor seinem Verschwinden ein Foto von einem Messer geschickt und damit gemeint haben, dass ihm Gefahr drohe. Später habe er sie per SMS gebeten, auf seinen Anruf zu warten. Jedoch sei es nicht dazu gekommen. Nun rief Grace Meng die Weltgemeinschaft zu Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

    Am Sonntag hatte die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation den Rücktritt ihres Vorsitzenden bekanntgegeben. Der neue Chef soll bei der von 18. bis 21. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfindenden Sitzung der Interpol-Vollversammlung gewählt werden. Vorläufig ist der Vizepräsident Kim Jong Yang als Interpolchef tätig.

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    Tags:
    Bestechlichkeit, Ermittlung, Verdacht, Chef, Korruption, Interpol, China