04:13 17 Oktober 2018
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    1000 Euro oder vier Tage Knast: Hundebesitzerin muss wegen Lackerl büßen

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    Kurioser Fall in Österreich: Eine Frau geht mit ihrem Cocker Spaniel spazieren und erhält nach einem offenbar achtmonatigen Ermittlungsverfahren von der MA 58 (Wasserrecht) eine Vorladung – denn ihr Vierbeiner habe „am 3. 2. 2018 auf der Krongasse“ auf den Gehsteig uriniert. Nun droht ihr eine saftige Strafe, wie die Kronen Zeitung meldet.

    Das ist der erste derartige Fall, von dem wir erfahren“, zeigen sich auch die Kolleginnen in der „Krone“-Tierecke von dem Schreiben der Magistratsabteilung 58 verwundert.

    In der Vorladung  wird die Hundebesitzerin zur Stellungnahme ins Amtsgebäude in der Dresdner Straße bestellt, sie könne auch „einen Rechtsbeistand Ihrer Wahl“ beiziehen. Auffällig ist die „Ermittlungsdauer“ in der Causa „Hundelackerl auf der Krongasse“. Bereits am 3. Februar soll das Haustier bei seinem „Geschäft“ beobachtet worden sein – ganze acht Monate vor der am 27. September erstellten Vorladung.

    Nach § 2 des geltenden Reinhaltegesetzes sind eine Geldbuße von 50 bis 1000 Euro oder vier Tage Haft juristisch korrekt. Denn seit 2008 ist jede Verunreinigung von Straßen und öffentlichen Grünflächen verboten.

    Auf die Anfrage der Krone bei der Wiener Stadträtin Ulli Sima, ob ab nun alle 55.000 Hundebesitzer mit Strafen rechnen müssten, traf folgende Antwort ein: „Da muss ein Irrtum in der MA 58 passiert sein, das wollen wir natürlich nicht.“

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    Tags:
    Haustiere, Strafe, Hund, Österreich