19:53 14 Dezember 2018
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    Deutsche Zeitung bewertet „Putins Limousine“

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    Mit seinen neuen Luxusautos will Russland laut der Zeitung „Die Welt“ in den elitären Zirkel der Premiumklasse vordringen und Marken wie Rolls-Royce, Bentley und Maybach-Daimler Konkurrenz machen.

    Laut dem Autor des Artikels sollen den Erfolg der russischen Marke „deutsche Ingenieure, das Geld arabischer Ölscheichs und das Image von Präsident Putin“, der die Karosse persönlich nutzt, sichern. Als Beweis dafür führt die Zeitung folgende Fakten an. Einerseits wird das Aurus-Projekt vom deutschen Manager Franz Gerhard Hilgert geleitet. Andererseits verweist das Blatt darauf, dass im Juli eine Absichtserklärung mit dem Fonds für Verteidigung, Sicherheit und Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichnet worden sei. Dieser Fonds soll 110 Millionen Euro in die Entwicklung der russischen Automarke investieren und dafür circa 30 Prozent der Anteile an der Herstellergesellschaft erhalten.

    Das Gefährt unter dem Markennamen „Aurus“ ist demnach die erste Edelkarosse „made in Russia“ seit Mitte der 80er Jahre. Zuvor hatte Russlands Präsident, Wladimir Putin, so das Blatt, Mercedes-Benz-Limousinen vom Typ S 600 genutzt. Im Jahr 2012 sei der Beschluss gefasst worden, die ausländischen Automarken durch Wagen aus russischer Produktion zu ersetzen.

    Die Entwicklung der russischen VIP-Autos kostete demnach 12,4 Milliarden Rubel (circa 164 Millionen Euro) – „eine bescheidene Summe für ein ehrgeiziges Programm“.

    Ende August hatte Hilgert bei der Moskauer Automesse offenbart, dass es bereits erste Bestellungen russischer Luxus-Wägen aus dem Ausland gebe. Ihm zufolge kommen diese vor allem aus Europa.

    Das „Kortezh“-Projekt umfasst eine Serie von Luxusautos für die Staatsführung, zu der eine Limousine, ein Sedan, ein Mini-Van und eine Off-Road-Variante, die im nächsten Jahr erscheinen soll, gehören. Es wurde vom Nationalen Zentrum für Automobil- und Motorenforschung NAMI mit Unterstützung der Sollers-Gruppe von Wladimir Schwezow und ausländischen Partner entwickelt. Die staatlichen Investitionen betrugen 12,4 Milliarden Rubel. Anfang 2019 werden die „Kortezh“-Autos unter der Marke „Aurus“ auf den Markt kommen. Voraussichtlich werden die Preise bei 10 Millionen Rubel ansetzen.

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    Tags:
    Limousine, Projekt, Konkurrenz, Auto, Cortege, Franz Gerhard Hilgert, Wladimir Putin, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Deutschland, Russland