22:28 02 Juli 2020
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    Die norwegischen Behörden wollen auf dem Meeresboden bei der Küste der Hafenstadt Bergen einen Sarkophag errichten, wo das 1945 mit einem britischen Torpedo versenkte deutsche U-Boot „U 864“ mit mehr als 60 Tonnen Quecksilber an Bord ruht. Darüber berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

    Im Februar 1945 hatten die Briten das deutsche U-Boot torpediert, das mit über 60 Tonnen Quecksilber an Bord auf dem Weg nach Japan gewesen war. Japan soll damals diese Substanz dringend für die Waffenherstellung benötigt haben.

    Erst im Jahre 2003 seien die norwegischen Behörden nach Hinweisen der Fischer auf das Wrack — ein „Tschernobyl unter Wasser“ — aufmerksam geworden, so das Blatt.

    2015 hätten die Norweger mittels der Tauchroboter herausgefunden, dass circa 47.000 Quadratmeter Meeresboden um das Wrack mit Quecksilber belastet sei. In diesem Zusammenhang wollen die norwegischen Behörden diese Fläche mit einem schützenden Betonsarkophag abdecken. „Spätere Empfehlungen sprachen sich für eine Abdeckung aus Sand und Geröll aus, die weniger schwer und starr wäre wie Beton“, heißt es weiter.

    Das Projekt, dessen Kosten sich auf circa 32 Millionen Euro belaufen, soll laut der Zeitung im Jahre 2020 abgeschlossen werden.

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    Tags:
    U-Boot, Bergen, Tschernobyl, Norwegen, Japan, Großbritannien, Deutschland