02:34 07 Juli 2020
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    Nach dem Verschwinden des oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi in Istanbul prüft die türkische Polizei nun auch die Version, dass sein Leichnam in Säure aufgelöst worden sein könnte. Das teilte die Zeitung „Haberturk“ am Montag mit.

    Wie es heißt, habe die türkische Polizei diese Version zuerst als wahnsinnig bewertet. Nun nehmen Polizei und Geheimdienste sie im Verlauf der Ermittlungen in Betracht.

    Chaschukdschi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er wird seitdem vermisst. Die türkische Seite hatte schon nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt das, lieferte jedoch bisher nicht den Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat. Die diplomatische Mission arbeite mit den türkischen Behörden zusammen, um die Umstände des Verschwindens des Journalisten zu klären, hieß es.

    Nach Angaben des Sprechers des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, hat die Türkei von Saudi-Arabien eine Erlaubnis für die Besichtigung des Konsulatsgebäudes in Istanbul erhalten.

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    Tags:
    Version, Verschwinden, Ermittlungen, Journalist, TV-Sender "Haberturk", Dschamal Chaschukdschi, Hami Aksoy, Türkei, Saudi-Arabien