09:37 17 November 2018
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    Polizei in Köln

    Wollte eine 14-Jährige anzünden: Kölner Geiselnehmer offenbar IS-Sympathisant

    © AFP 2018 / Oliver Berg
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    Zu der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof am heutigen Montag gibt es inzwischen neue Erkenntnisse: Der Täter wollte nach Medienberichten zunächst ein 14-jähriges Mädchen anzünden, dann verschanzte er sich in einer Apotheke. Der Mann soll ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“* (IS) und polizeibekannt sein.

    Der Täter soll nach Informationen von Focus Online in einem McDonald's-Restaurant die Schuhe und Beine des Mädchens mit einem Molotow-Cocktail in Brand gesetzt haben. Dabei habe er Arabisch gesprochen.

    Anschließend sei der Mann, vermutlich mit einer Schusswaffe in der Hand, in die gegenüberliegende Apotheke geflohen. Dort habe er sich mit einer weiblichen Geisel in den hinteren Räumen verschanzt. Der Täter hat sich laut Focus als Sympathisant des IS ausgegeben.

    Die Polizei fand in den Räumen einen Aufenthaltstitel der Stadt Köln, der auf einen polizeibekannten 55-jährigen Syrer ausgestellt ist. Ob es sich bei dem Täter um den Besitzer des Dokuments handelt, sei noch nicht abschließend geklärt.

    Ob es um einen islamistisch motivierten Terrorakt oder um die Tat eines Wirrkopfes geht, bleibt bislang ebenfalls unklar.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation

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    Tags:
    Geiselnahme, Islamischer Staat, Deutschland, Köln