09:54 18 November 2018
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    Vorbereitung einer Sojus-Rakete auf den Start (Archivbild)

    Nach Sojus-Panne: Experten prüfen unter anderem Version von Sabotage

    © Sputnik / Alexey Fillipow
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    Nach dem missglückten Start eines bemannten Sojus-Raumschiffes am 11. Oktober prüfen Experten einer staatlichen Kommission unter anderem die Version von Sabotage. Das sagte ein Fachmann, der anonym bleiben wollte, am Montag in einem Sputnik-Interview.

    Bislang wurde festgestellt, dass eine der vier Pyropatronen, die die an der untersten Raketenstufe angebrachten vier Schubtanks (Booster) nach ihrem Leerbrennen absprengen sollten, nicht funktionierte. Daraufhin stieß ein Booster mit der zweituntersten Raketenstufe zusammen ließ einen deren Tanks explodieren.

    Das Rettungssystem des Raumschiffes erkannte die Panne binnen weniger Sekunden und führte die „Sojus-MS10“ vom havarierten Schiff weg. Die Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague überstanden eine Notlandung in ihrer Kapsel  unverletzt.

    „Der Auslöser der Panne ist noch unklar. Entweder wurde das System vor dem Start nicht ordentlich überprüft. Oder die Operation selbst konnte einen solchen Defekt nicht nachweisen und macht daher zusätzliche Kontrollmethoden erforderlich. Nicht ausgeschlossen ist auch Sabotage“, sagte der Experte.

    Das war die erste Panne in der bemannten Raumfahrt Russlands nach dem Zerfall der Sowjetunion. Alle Sojus-Flüge wurden bis zur Klärung der Unfallursachen vorerst eingestellt. Experten schließen nicht aus, dass ein nächster bemannter Start zur Internationalen Weltraumstation ISS Ende November erfolgen könnte.

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    Tags:
    Version, Panne, Verdacht, Ermittlung, Trägerrakete, Sabotage, Weltraum, Sojus, NASA, Roskosmos, Kasachstan, Baikonur, USA, Russland