09:02 18 November 2018
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    Polizei (Symbolbild)

    Großer IS-Anschlag in Deutschland vereitelt

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    Deutsche Sicherheitsbehörden haben Medienberichten zufolge in einer mehr als ein Jahr andauernden Geheimoperation einen Anschlag der Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Deutschland verhindert.

    Laut NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung sollten drei Gruppen von IS-Attentätern 2016 nach Deutschland reisen, um einen großen Anschlag vorzubereiten zu verüben. Das Ziel sei möglicherweise ein Musikfestival gewesen.

    Die Bundesanwaltschaft soll die Terrorplanungen bestätigt haben.

    „Für uns war die Faktenlage in diesem Fall sehr konkret und auch belastbar“, zitieren die drei Medien Generalbundesanwalt Peter Frank.

    Eine zentrale Rolle in dem Plot habe das Ehepaar  Oguz G. und Marcia M. spielen sollen, das im Herbst 2015 nach Syrien ausgereist sei und sich dem IS angeschlossen habe. Die beiden IS-Anhänger haben sich den kurdischen Behörden gestellt, als kurdische Einheiten im Oktober 2017 die damalige IS-Hochburg Rakka erobert haben. Seither säßen sie in kurdischen Gefängnissen in Nordsyrien in Haft.

    In einem Gespräch mit Reportern von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung sagte Oguz G., er mache geltend, versucht zu haben, „aus der Sache wieder rauszukommen“, als er von dem eigentlichen Anschlagsplan erfahren habe.

    Nach Erkenntnissen der Ermittler soll ein hochrangiger IS-Funktionär mit dem Kampfnamen Abu Mussab al-Almani den Auftrag zu der Tat erteilt haben.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Geheimoperation, Sicherheitsbehörden, Anschlag, IS, Deutschland