08:37 18 November 2018
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    Raketenkomplexe S-300 während Übung russischer Luftabwehrkräfte (Archivbild)

    So kann Lieferung modernisierter S-300 Lage in syrischem Kampfgebiet ändern – Experte

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    Medienberichten zufolge hat Russland modernisierte Versionen der Flugabwehrraketensysteme S-300 an Syrien geliefert, und zwar die Version S-300PM-2. Der Militärexperte Viktor Murachowski hat in einem Interview mit der Föderalen Nachrichtenagentur FAN aufgeklärt, wie diese Raketenkomplexe die Lage in den Kampfgebieten in Syrien verändern können.

    Zuvor hatte die Zeitung „Iswestija" unter Verweis auf ihre Quellen im Verteidigungsministerium berichtet, Russland habe Syrien mit drei Divisionen des modernisierten Raketenkomplexes S-300PM-2 versorgt.

    Die Raketenkomplexe S-300PM-2 würden sich von den „klassischen" S-300 durch eine modernisierte Multifunktionsradaranlage, eine mobile Kommandozentrale sowie eine Beleuchtungs- und Steueranlage unterscheiden und sogar tieffliegende Raketen und Kampfflugzeuge in Entfernungen von bis zu 250 Kilometern abschießen können, hieß es.

    Laut Murachowski können die Raketensysteme S-300PM-2 die allgemeine Kampfbereitschaft der syrischen Armee erhöhen und die Sicherheit der russischen Soldaten in Syrien gewährleisten.

    Allerdings müsse das Problem umfassend behandelt werden, so der Experte: Einerseits seien die Möglichkeiten eines einzelnen Raketenkomplexes S-300PM-2 recht umfangreich, aber dennoch beschränkt.

    Andererseits sollten die an Syrien gelieferte Divisionen in ein integriertes automatisiertes Steuerungssystem der Flugabwehr eingeschlossen werden. Syrien verfüge bereits unter anderem über Flugabwehrraketensysteme der Typen S-200, S-125, und Buk-M2E sowie über modernisierte Raketenkomplexe „Ossa" und „Petschora-2M".

    Wenn alle diese Raketensysteme zu einem einheitlichen System zur Kontrolle des Luftraums verknüpft würden, werde das die Bildung eines „gestaffelten" Flugabwehrsystems ermöglichen.

    In Zukunft könne der Einsatz von S-300-PM-2 Syrien vor unerwartetem Beschuss durch die israelische Armee und die US-Luftwaffe schützen, sagte Murachowski.

    Um das Funktionieren der gelieferten Flugabwehrraketensysteme effektiver zu machen, würden russische Militärs ihre syrischen Kollegen zunächst ausbilden müssen. Diese Ausbildung könne etwa drei Monate dauern.

    „Was die syrische Flugabwehr darstellen wird, werden wir erst in einer gewissen Zeitperiode bewerten können", betonte Murachowski. „Allerdings muss man sich darüber im Klaren sei, dass die Fähigkeiten der gelieferten Raketenkomplexe gewaltig sind. Denn es soll einfacher werden, auf die Angriffe der unbemannten Luftwaffe des Westens zu reagieren", sagte er.

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    Flugabwehrrakete, Flugabwehrsystem, Lieferung, S-300, Russland, Syrien