23:50 19 November 2018
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    Suche nach vermisstem argentinischen U-Boot geht weiter: Neue Objekte entdeckt

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    Im Suchgebiet des seit 2017 als vermisst geltenden U-Bootes „San Juan“ der argentinischen Kriegsmarine sind nach deren Angaben zwei neue Objekte entdeckt worden.

    „Zum Fund eines neuen Punktes von Interesse unter der Nummer 20 ist eine Information eingelaufen. Er wird bei erster Gelegenheit untersucht“, folgt aus einer Mitteilung der Seestreitkräfte Argentiniens. Das zuvor entdeckte Objekt unter der Nummer 19 solle ebenfalls untersucht werden.

    Wie die Zeitung „Clarin“ schreibt, sind die beiden Objekte in die Kategorie „hoher Wahrscheinlichkeitsgrad der Übereinstimmung“ eingestuft worden.

    Die argentinischen Behörden hatten im August mitgeteilt, das US-Unternehmen „Ocean Infinity“ mit der Suche nach dem verschollenen U-Boot beauftragt zu haben. Das Unternehmen werde erst Entgelt erheben, wenn das U-Boot gefunden worden sei, hieß es.

    „Ocean Infinity“ hatte zuvor an den Sucharbeiten für das im März 2014 verschwundene malaysische Verkehrsflugzeug, Flug MH370, teilgenommen und Ende Mai den Abschluss der Suchoperation bekanntgegeben.

    Laut der Zeitung „Clarin“ sind bis jetzt insgesamt 18 von dem Unternehmen entdeckte Objekte untersucht worden. Die meisten davon hätten sich als Felsenbildungen erwiesen. Darüber hinaus seien ein Fischerboot und ein Fischfangnetz entdeckt worden.

    Die „San Juan“ hat seit dem 15. November 2017, dem Zeitpunkt der Überfahrt vom Marinestützpunkt  Ushuaia nach Mar del Plata, keine Funkverbindung mehr hergestellt. Während des letzten Funkspruchs hatte das U-Boot-Kommando eine Havarie gemeldet. An Bord befanden sich 44 Personen, darunter Eliana María Krawczyk, der erste weibliche U-Boot-Fahrer in der Geschichte Argentiniens.

    Inzwischen haben die argentinischen Seestreitkräfte über eine Einzelexplosion berichtet, die mit dem Verschwinden der „San Juan“ im Zusammenhang stehen könnte.

    Die Seestreitkräfte Argentiniens haben 15 Tage nach dem Verschwinden des U-Bootes mitgeteilt, dass die Rettungsoperation für die 44 Besatzungsmitglieder eingestellt, jedoch die Suche nach dem U-Boot fortgesetzt werde.

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