08:10 16 November 2018
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    Erdbeben verschiebt griechische Insel

    © REUTERS / Mike Blake
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    Die griechische Insel Zakynthos hat sich nach einem starken Erdbeben um mindestens drei Zentimeter verschoben. Dies sagte der Forschungsleiter des Institutes für Geodynamik bei der Erdbebenwarte von Athen, Athanassios Ganas, gegenüber der Zeitung „Ta Nea“.

    Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat in der Nacht zum Freitag die Insel erschüttert. Dem massivsten Erdstoß folgten mehrere Nachbeben, darunter fünf Erdschwingungen mit Stärken ab vier. Viele Inselbewohner mussten die Nacht außer Haus verbringen.

    Erdbeben (Symbolbild)
    © AFP 2018 / Richter magnitude scale
    Laut Ganas lässt eine Analyse von Satellitenaufnahmen der Europäischen Weltraumagentur (ESA) darauf schließen, dass die Insel sich um mindestens drei Zentimeter südwestlich verschoben habe. Das Beben sei im westlichen Teil des so genannten Hellenischen Inselbogens, eines tektonischen Bruchs, erfolgt, wo sich die afrikanische und die eurasische Platte in entgegengesetzte Richtungen bewegen.

    Nach Einschätzung von Prof. Ephtimios Lenkas, Vorsitzender der Organisation für anti-seismische Planung und Erdbebenschutz, sei der Sachschaden, der durch ein so starkes Erdbeben verursacht worden sei, äußerst gering. Wie er vermutet, sei die gegen Zakynthos gerichtete Bebenenergie teilweise von querlaufenden Brüchen aufgefangen worden.

    Laut Lenkas hat das Beben eine 70 Zentimeter hohe Tsunamiwelle ausgelöst, die in 56 Minuten Italien erreicht habe.

    Zuvor hatte das Institut für Geodynamik mitgeteilt, dass ein weiteres Erdbeben der Stärke 5,3 am Dienstagmorgen, 04.59 Uhr MESZ, nahe der Insel registriert worden sei. Nach Angaben der Erdbebenwarte befand sich das Epizentrum des Bebens 48 Kilometer südwestlich der Insel und 294 Kilometer westlich von Athen. Es liegen keine Angaben über Zerstörungen bzw. Verletzte vor.

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    Tags:
    Satellitenaufnahmen, Erdbeben, ESA, Griechenland