22:45 17 November 2018
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    Forscher von der University of Otago in Dunedin, Neuseeland, haben in ihrer jüngsten Studie festgestellt, wie der kürzlich entdeckte Virus – Seneca Virus Valley (SVV) – gegen die Krebszellen kämpft. Darüber schreibt das Fachmagazin „EurekAlert“.

    Die Wissenschaftler haben die Darstellungen der hochauflösenden Elektronenmikroskopie studiert, um zu analysieren, wie der Virus auf die Rezeptoren der Krebszellen wirkt.

    Krebszellen
    © Foto : Polytechnique Montréal, Uni. de Montréal, McGill University
    Sie sind dabei zu der Schlussfolgerung gelangt, dass der Seneca Valley Virus das gesunde Gewebe und das darin befindliche Gen ANTXR2 nicht verletze. Der Virus bindet sich nur mit dem Eiweißrezeptor ANTXR1, der sich auf der Oberfläche der von Krebs befallenen Zellen befindet.

    Die klinischen Tests zeigten, dass der Seneca Valley Virus im Kampf gegen den Krebs effektiv ist, allerdings entwickelt der Organismus innerhalb von zwei Wochen seine Immunität gegen ihn.

    Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Virus auf eine Weise modifiziert werden müsse, dass nur der Teil unverändert bleibt, der unmittelbar mit den Krebszellen zusammenwirkt.

    „Ich hoffe, dass diese Ergebnisse die weiteren Forschungsarbeiten fördern werden, die auf die Entwicklung von Viren zur Krebsbekämpfung gerichtet sind“, erklärte Professor Matthias Wolf.

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    Tags:
    Eiweißrezeptoren, Gewebe, Krebszellen, Virus, University of Otago, Fachportal "EurekAlert!", Matthias Wolf, Dunedin, Neuseeland