06:39 20 November 2018
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    Forscher nennen das nützlichste Vitamin für Herz und Gefäße

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    Der Anteil des Vitamins D im menschlichen Organismus hat sich laut den US-Kardiologen als einer der stärksten Faktoren erwiesen, die die Gesundheit von Herz und Gefäßen und ihre Fähigkeit bewirken, dauerhafte Belastungen auszuhalten. Dies ist einem Artikel im Fachmagazin EJPC (European Association of Preventive Cardiology) zu entnehmen.

    „Unsere Forschung zeigt, dass große Mengen von Vitamin D im Organismus laut Statistik mit höherer Resistenz verbunden sind. Zudem wissen viele Menschen sehr gut, dass dieses Vitamin wohltuend auf die Knochen und das Herz wirkt. Daher lohnt es sich für alle Menschen, auf den Gehalt von Vitamin D zu achten, und dazu Nahrungsmittelzusatzstoffe zu verzehren oder öfter in der Sonne zu bleiben“, erzählt Amr Marawan von der University of Virginia in den USA.

    Das Fischöl und das Vitamin D besitzen, wie die Forschungen der letzten Jahre zeigen, zahlreiche nützliche Eigenschaften, die nicht nur die Stärkung der Knochen und Zähne fördern, wovon  Wissenschaftler früher gar nichts geahnt hätten. So hätten sie beispielsweise während der letzten drei Jahre festgestellt, dass das Vitamin D die Wahrscheinlichkeit eines Todes wegen Herzinfarkt senke, die Entwicklung der multiplen Sklerose verlangsame und das Gehirn der Alkoholiker vor weiteren Schädigungen schütze.

    Kürzlich haben die amerikanischen Molekularbiologen entdeckt, dass das Vitamin D eine Schlüsselrolle beim Schutz der Zellen des Organismus vor der Alterung und den Alterungsfolgen, darunter auch vor der Entwicklung von Krebs spielen kann. Das sei geschehen, während sie das Leben der Würmer beobachteten, die sie mit „schlachtartigen“ Dosen dieses Vitamins gefüttert hätten. Darüber hinaus könne das Fischöl die Menschen vor der Entwicklung des Diabetes und einer Reihe anderer Krankheiten schützen.

    Marawan und seine Kollegen haben noch eine weitere positive Eigenschaft des Vitamins D entdeckt, wobei sie die Gesundheit und physische Kondition von etwa 2000 Freiwilligen beobachteten, die sich an dem Monitoring-Projekt NHANES in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends beteiligten.

    Dieses Experiment wurde unter amerikanischen Krankenschwestern und medizinischen Fachleuten durchgeführt, die regelmäßig allseitigen Untersuchungen unterzogen wurden und den Ärzten im Laufe von etwa zehn Jahren von ihrer Diät, dem Grad ihrer physischen Aktivität und von ihren schädlichen Gewohnheiten berichteten. Das von den NHANES-Organisatoren auf diese Weise gesammelte umfangreiche Datenspektrum half den Forschern zu verstehen, wie das Vitamin D ihre Gesundheit beeinflusst hatte.

    In dieser Hinsicht, so Marawan, habe den Forschern auch geholfen, dass die Teilnehmer dieses Projektes nicht nur Blutproben abgegeben, sondern auch Tests in Bezug auf Ausdauer und andere physische Belastungen absolviert hätten.

    Der Vergleich dieser „sportlichen“ Werte mit dem, wieviel Vitamin D ihr Blut enthalten habe, habe gezeigt, dass beides eng miteinander verflechtet sei. In der Regel war es so: je mehr dieser Stoff im Organismus der NHANES-Teilnehmer präsent war, desto besser hatten sie die Belastungen gemeistert.

    Interessant ist, dass ähnliche Unterschiede in allen Alters- und Geschlechtskategorien zu verzeichnen waren, was von dem gleichen Nutzen des Vitamins D sowohl für junge als auch für ältere Menschen zeugt.

    Die Forscher betonen, dass derartige Tests nicht davon zeugen, dass man Fischöl oder andere Ergänzungspräparate mit Vitamin D gedankenlos einnehmen darf. Bei ihrem Überschuss entwickeln sich im Organismus ernsthafte Störungen, die alles Positive von der Anwendung dieser Präparate zunichtemachen. In absehbarer Zeit wollen die Kardiologen eine optimale Dosis des Vitamins D ausrechnen, die die Ausdauer verbessert, aber dabei keine negativen Nebenwirkungen hervorruft.

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    Tags:
    nützlich, Vitamin D, Fischöl, Organismus, Fachmagazin EJPC (European Association of Preventive Cardiology), University of Virginia, USA, Amr Marawan, USA