00:15 13 November 2018
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    Im Zentrum von Grosny

    Schrecklich: Deutsche Reiseveranstalter fliegen nach Tschetschenien

    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
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    Hans-Georg Schnaak
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    Das ist ja schrecklich, viel zu gefährlich! Diese Worte bekam ich von einigen Bekannten in Moskau zu hören, als ich ihnen sagte, dass ich nach Tschetschenien und Inguschetien fliegen würde. Ich sollte dort über deutsche Reiseveranstalter berichten, die diese russischen Nordkaukasus-Republiken für Touristen aus Deutschland erschließen wollen.

    Warum gerade ich? Nun, weil ich als deutscher Mitarbeiter von Sputnik die Ereignisse in Russland vielleicht doch etwas „europäischer“ als meine russischen Kollegen betrachte und außerdem immer meinen Fotoapparat dabei habe.

    Die deutsche Übersetzung von Grosny, der tschetschenischen Hauptstadt, bedeutet übrigens so viel wie „die Schreckliche“ (historisch wohl richtiger „die Bedrohliche“). Das passt auch in das Bild der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in Berlin: „In den Regionen besteht aufgrund von möglichen Anschlägen mit terroristischem Hintergrund, bewaffneten Auseinandersetzungen und Entführungsfällen ein höheres Sicherheitsrisiko als in anderen russischen Landesteilen.“  Von „nicht zwingend erforderlichen Reisen“ nach Tschetschenien werde abgeraten, übrigens schon seit mehr als zehn Jahren…

    Nun denn, ich habe da doch eher der russischen Kriminalstatistik geglaubt, laut der Tschetschenien inzwischen die sicherste Region in Russland ist. Und auch den Worten der Geschäftsführer des Leipziger Reiseunternehmens „Paneurasia“, Konstantin Ermisch und Eduard Klein, die sich im Juni diesen Jahres schon einmal persönlich davon überzeugt hatten, dass Tschetschenien sicher und wegen der dortigen Naturschönheit durchaus eine Reise wert ist. Damals waren sie übrigens im Rahmen des Freundschaftszuges Berlin-Moskau in Grosny und Umgebung gewesen. (Die Fahne der deutsch-russischen Freundschaftsaktionen hatten sie auch diesmal dabei.) Wie Ermisch mir sagte, war ihnen bei der ersten Reise anfangs schon etwas mulmig gewesen, dafür hätten vor allem die deutschen Medien gesorgt. Aber dann…

    Mit der Freundschaftsfahne vor dem Aussichtsturm in Magas. Der 5. von links ist Rachim Tschakijew, Olympiasieger im Boxen (Schwergewicht) von 2008.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Mit der Freundschaftsfahne vor dem Aussichtsturm in Magas. Der 5. von links ist Rachim Tschakijew, Olympiasieger im Boxen (Schwergewicht) von 2008.

     

    Es war Anfang Oktober. In Grosny angekommen, fiel mir gleich am Flugplatz auf, dass der Fahrer des einzigen noch freien Taxis mir für die Fahrt zum Hotel den ehrlichen Preis nannte (ich hatte mich vorher im Internet informiert). Und nach dem Trinkgeld am Hotel sagte er: „Das ist zu viel, wenn Sie mich nochmal brauchen, ich fahre Sie umsonst!“ Er klärte mich übrigens gleich auf: „Wenn Sie hier ein Auto fahren, so brauchen Sie es beim Verlassen nicht abzuschließen, hier stiehlt niemand etwas aus Autos, und schon gar nicht das Auto selbst.“ Von der Richtigkeit seiner Worte konnte ich mich in den nächsten Tagen auf Schritt und Tritt überzeugen.

    Inzwischen war es schon dunkel, aber auf der gesamten Strecke vom Flugplatz bis zum Hotel (etwa 14 Kilometer) habe ich keine einzige Stelle gesehen, die auch noch im Geringsten daran erinnert hätte, dass die Stadt noch vor etwa zehn Jahren vom Krieg fast völlig zerstört gewesen war. Gewiss, es gibt sauber von Gras bewachsene Baulücken, aber von Zerstörung – keine Spur.

    Da ich im Hotel, das übrigens vorzüglich war, noch Zeit hatte, die Gruppe aus Deutschland sollte gegen zwei Uhr nachts eintreffen, entschied ich mich zu einer Stadtrundfahrt mit Taxi, Fotoapparat und Stativ, um noch einige Bilder von Sehenswürdigkeiten zu schießen. Am nächsten Morgen schon war eine Fahrt nach Inguschetien für die nächsten zwei Tage geplant.

    Moschee „Herz Tschetscheniens“ in Grosny.
    © Sputnik / Hans Georg Schnaak
    Moschee „Herz Tschetscheniens“ in Grosny.

     

    Die Gruppe aus Deutschland traf erst gegen fünf Uhr morgens ein – Flugzeugverspätung beim Anschlussflug über Istanbul – also erst einmal ausschlafen. Wie sich zeigte, waren außer den beiden Vertretern von „Paneurasia“ aus Leipzig auch Alexios Passalidis, Chef der Touristikfirma „Elbrus Erlebnisreisen“ mit Sitz in Potsdam, sowie drei weitere am Nordkaukasus Interessierte aus verschiedenen deutschen Regionen angereist. Eigentlich sollten auch deutsche Politiker für die Reise gewonnen werden, das hat aber aus Zeitgründen nicht geklappt.

    Zwei Tage in Inguschetien

    Am zeitigen Nachmittag nahm uns dann der Abteilungsleiter für Auslandsbeziehungen des Tourismusministeriums von Inguschetien in Empfang, um uns die schönsten Flecken der Kaukasusrepublik zu zeigen, die mit 3.628 Quadratkilometern die kleinste Teilrepublik Russlands ist. Das Programm, das wir schon einige Tage zuvor erhalten hatten, war straff gefüllt, der erste Tag sollte mit einer Hotelübernachtung im Gebirge enden. Hier gab es dann eine unangenehme Überraschung: Die schönsten Gebirgsgegenden von Inguschetien liegen im Grenzgebiet zu Georgien, Ausländer brauchen eine Sondergenehmigung des Grenzdienstes des Inlandsgeheimdienstes FSB. Die Anträge für uns waren zwar eingereicht, aber noch nicht bearbeitet worden. Fast pausenlos telefonierte unser Begleiter vom Tourismusministerium, aber es ging nicht so schnell… Normalerweise müssen solche Anträge mindestens vier Wochen vor der geplanten Reise gestellt werden.

    Also entschieden wir uns, die Nacht in Magas, der seit 2002 auf freiem Feld im Bau befindlichen neuen Hauptstadt von Inguschetien, zu verbringen. Nach dem Abendessen noch ein Nachtbummel durch die Hauptstraße der Stadt und Übernachtung in einem durchaus vornehmen Hotel in eben dieser Straße.

    Blick auf die Hauptstraße von Magas mit Bergen am Horizont.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Blick auf die Hauptstraße von Magas mit Bergen am Horizont.

    Statt der Sondergenehmigung hatten wir am nächsten Morgen eine Begegnung mit Rachim Tschakijew, dem Olympiasieger im Boxen (Schwergewicht) von 2008. Seinerzeit hatte er in Hamburg trainiert, nun trainiert er den Boxernachwuchs seiner Heimat Inguschetien. Gemeinsam mit ihm machten wir uns auf den Weg zum Aussichtsturm im Zentrum der Stadt. Der Turm ist 100 Meter hoch, im Stil der historischen Wehrtürme in den Bergen des Landes gehalten, und hat eine gläserne Aussichtsplattform in 85 Meter Höhe. Für Besucher ist er noch nicht freigegeben, da die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Wir haben jedoch eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Einen Fahrstuhl gibt es hier nicht. Ein 1800 Meter langer und ziemlich breiter Wendelgang führt nach oben. Also auch mit elektrischen Rollstühlen zu bewältigen. Wir natürlich zu Fuß. Die ersten Schritte auf der gläsernen Plattform sind etwas unbeholfen, bis man begriffen hat, das Glas bricht nicht. Das ist schon eine tolle Aussicht, die sich hier bietet. Den Turmbau mit der gesamten Infrastruktur um ihn herum finanzieren übrigens Privatpersonen.

    Auf der gläsernen Aussichtsplattform über den Dächern von Magas.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Auf der gläsernen Aussichtsplattform über den Dächern von Magas.

    Inzwischen war es Mittag geworden – und plötzlich waren die Genehmigungen für das Grenzgebiet da. In Magas noch Mittag essen? Nein, wir wollten endlich in die Berge! Und dann ging es tatsächlich los, mit einem Kleinbus, wie sie in Russland als Linientaxis verwendet werden. Nicht besonders komfortabel, aber er fuhr. Alles andere war schon nicht mehr wichtig. Etwa 70 Kilometer standen uns zunächst bevor. Die Straße schlängelte sich scheinbar endlos anfangs durch einige Siedlungen und dann durch eine lange Schlucht, durch die neben der Autostraße ein Bergfluss mit phantastisch blauem Wasser floss. Plötzlich wurden wir gebremst. Eine riesige Rinderherde schob sich uns über die ganze Breite der Asphaltbahn entgegen. Später mussten wir feststellen, dass so etwas hier normal ist – mal waren es Rinder, mal Schafe, mal Pferde…

    Straße und Gebirgsfluss in Inguschetien.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Straße und Gebirgsfluss in Inguschetien.

    „Ihre Pässe bitte!“, sagte bestimmt, aber höflich ein Posten der Grenzer bei der Einfahrt ins Grenzgebiet. Als Ausländer mussten wir auch unsere Sondergenehmigung vorzeigen, als russischer Staatsbürger reicht der Personalausweis oder Reisepass.

    Allmählich ging es spürbar steiler bergauf. Unser Kleinbus GAZ Sobol mit seinen etwa 90 PS war sichtlich nicht fürs Gebirge geschaffen. An einigen Steigungen mussten wir sogar zu Fuß gehen, bis die Straße wieder etwas flacher verlief. Zweimal musste das Vehikel sogar zurück rollen, um dann mit Anlauf wieder den Berg hinauf zu schnaufen – schieben hatte nicht geholfen. Für sportliche Einlagen war also gesorgt…

    Wenn die Straße zu steil wurde…
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Wenn die Straße zu steil wurde…

     

    In der aufkommenden Dämmerung erreichten wir die Wohn- und Wehrtürme der uralten Stadt Egikal sowie eine über tausend Jahre alte christliche Kirche. Unser malerisch an einem steilen Berghang gelegenes Hotel erreichten wir bereits bei völliger Dunkelheit, so dass wir von der landschaftlichen Schönheit außer den Sternen am Himmel nichts mehr zu sehen bekamen. Mit dem Hotel selbst, das auch europäischen Ansprüchen genügt, und dem dortigen Personal waren alle sehr zufrieden.

    Wie sich am nächsten Morgen zeigte, gibt es direkt hinter dem Hotel einen Sessellift, der zu der 1200 Meter langen Skipiste führt, die in einer Höhe von etwa 1520 Metern liegt. Die 620 Meter lange Seilbahn wurde gerade überholt, soll aber für den Wintersport ab Dezember wieder zur Verfügung stehen. Das Ganze gehört zu dem auch für internationale Wettbewerbe genutzten Wintersportort Armhi.

    Unser Ziel für heute war der Bergsee Kesenoiam in Tschetschenien. Und unterwegs noch so viel wie möglich von dem herrlichen Gebirge zu genießen. Die Sicht war ausgezeichnet, auch wenn Wolken die Sonne oft verdeckten. Wir machten bei einigen phantastischen Aussichtspunkten in den Bergen für Erinnerungsfotos Halt, ganz in der Ferne war der schneebedeckte Gipfel des 5642 Meter hohen Elbrus, der größtenteils in der russischen Kaukasusrepublik Kabardino-Balkarien liegt, zu sehen. Auch Bergadler haben wir in der Ferne beim Flug beobachten können. Auf einen Abstecher zu einem Wasserfall verzichteten wir aus Zeitgründen.

    An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir im Gebirge kaum Menschen oder vorbeifahrenden Autos begegnet sind. Ideal für Menschen, die eine phantastische Natur in nicht von Touristen überlaufenen Gebieten lieben. Imbissstände, Tankstellen, Gaststätten  und dergleichen sucht man hier vergebens. Darauf muss man sich einrichten. Das Leben pulsiert hier anders. Wir haben nur ganz vereinzelt kleine bis winzige Siedlungen gesehen, aber auch ein modernes großes Krankenhaus. Die Strom- und Gasversorgung ist bis in die höheren Berglagen gesichert.

    Allein schon das Schauen durch die Fenster unseres Kleinbusses, der keine Probleme mehr machte, da es fast nur noch bergab ging, eröffnete atemberaubende Bilder auf Berge und steile Abhänge. Und wieder kamen wir an den Resten der mittelalterlichen Stadt Egikal vorbei.  Noch einmal ein kurzer Halt für Fotos.

    Reste der mittelalterlichen Stadt Egikal.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Reste der mittelalterlichen Stadt Egikal.

    Dann wurden wir erst schon fast wieder im Flachland durch eine Schafherde (mehr als 100 Tiere habe ich gezählt, dann habe ich es aufgegeben) auf der Asphaltstraße ausgebremst.

    Wem gehört die Straße?
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Wem gehört die Straße?

     

    Mit Geduld bewältigte unser Fahrer schließlich auch dieses Hindernis.

    Wieder in Tschetschenien

    Den Übergang auf wieder tschetschenisches Gebiet haben wir nicht bemerkt. Am Rand von Grosny sind wir dann in zwei Geländewagen umgestiegen. Unser Begleiter vom inguschetischen Tourismusministerium verabschiedete sich hier von uns.

    Wie sich erwies, waren unsere neuen Begleiter die tschetschenischen Geschäftspartner der Leipziger „Paneurasia“ und gehörten zum Bereich des tschetschenischen Tourismusministeriums. Und wieder ging es eine Asphaltstraße (die war in einem sehr guten Zustand) hinauf in die Berge. Viele Kurven und steile Abhänge machten die Fahrt so richtig interessant.

    Entgegen unserer Hoffnung, das Hotel am See noch bei Tageslicht zu erreichen, war es wieder stockdunkel, als wir dort eintrafen. Ein sehr schönes Berghotel in einer Höhe von etwa 1800 Metern. Und wunderschön gelegen, wie ich vorher schon auf Bildern gesehen hatte. Im Hotelrestaurant gab es sogar richtiges Bier. Ich erwähne das extra, da sowohl in Tschetschenien als auch in Inguschetien kein Alkohol verkauft wird. Nur in Grosny soll es, wie mir jemand sagte, einen Laden geben, in dem einmal wöchentlich für zwei Stunden alkoholische Getränke verkauft werden. Wer dort gleich größere Mengen kaufe, müsse mit einer Kontrolle rechnen. Auch Schweinefleisch gibt es nirgendwo offiziell zu kaufen.

    Wie jeden Morgen während der Reise stand ich um sechs Uhr auf, um eventuell doch einmal einen schönen Sonnenaufgang in den Bergen, in diesem Fall dazu noch am Bergsee, zu fotografieren. Aber der Himmel war mit Wolken zugezogen und es fiel ein leichter Regen, mit Schneeflocken vermischt. Die herbstlich bunten Berge ringsum waren plötzlich weiß überzogen. An den Tagen zuvor hatten wir immer Temperaturen von über 20 Grad…

    Hotel am Bergsee Kesenoiam in Tschetschenien. Der Wasserspiegel des Sees ist in diesem trockenen Sommer um acht Meter gesunken.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Hotel am Bergsee Kesenoiam in Tschetschenien. Der Wasserspiegel des Sees ist in diesem trockenen Sommer um acht Meter gesunken.

    Auf die Frühaufsteher unter uns wartete jetzt ein Auto, um uns zu einer fünf Kilometer entfernten uralten Ruinenstadt zu bringen. Hier war man dabei, die Ruinen (ein Wehrturm und Wohnbauten) für den Tourismus zugänglich zu machen. Auf den bereits angebrachten Informationstafeln waren unter anderem Jahreszahlen wie 10. und 12. Jahrhundert zu lesen. Schnell einige Fotos bei leichtem Schneeregen, und dann zurück ins Hotel und umziehen – der Dresscode lautete nun: Anzug und Krawatte. Wir waren in Grosny zu den Feierlichkeiten anlässlich des 200. Jahrestages der Stadt und anlässlich des gleichzeitigen Geburtstages (5. Oktober) von Republikchef Ramsan Kadyrow eingeladen.

    Pünktlich trafen wir an der Festhalle zum großen Empfang des Bürgermeisters von Grosny ein. Nach einigen „diplomatischen Verwicklungen“, man hatte vergessen uns auf die Gästeliste zu setzen, wurden wir doch eingelassen. Wie viele Menschen sich hier versammelt hatten, kann ich nicht sagen, der Saal war aber voll. Es waren Vertreter der verschiedensten Regionen Russlands, von der Regierung der Russischen Föderation aus Moskau sowie auch Abgeordnete der Staatsduma (russisches Parlament) gekommen. Und außer dem Bürgermeister von Grosny sprach auch Republikchef Ramsan Kadyrow einige Worte. Am umlagertsten war jedoch der Ex-Boxweltmeister Nikolai Valuew, der bei seiner Körpergröße einfach nicht zu übersehen war. Ständig war er umringt von Menschen, die auf ihren Handys ein Foto zusammen mit ihm haben wollten. Ich durfte mit meiner „dicken“ Kamera keine Fotos schießen: „Sie sind für heute nicht als Journalist hier akkreditiert, sondern nur als Privatperson zugegen!“, lautete die Begründung. Mit meinem kleinen Handy wollte ich nicht „in den Ring steigen“.

    Fast zum Schluss der Festveranstaltung hatte ich ein kurzes Gespräch mit dem Minister der Russischen Föderation für Angelegenheiten des Nordkaukasus, Sergej Tschebotarjov, der aus Moskau angereist war. Ich sagte ihm dabei auch, mit wem ich hier unterwegs war, worauf er entgegnete, dass der Aufbau einer Tourismusinfrastruktur und des Tourismus insgesamt für diese Region sehr wichtig sei. Das sei auch eines der Anliegen seines Ministeriums.

    Am Rednerpult beim Estradenkonzert zum 200. Gründungstag von Grosny und zum Geburtstag des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow der russische Minister für Angelegenheiten des Nordkaukasus, Sergej Tschebotarjov.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Am Rednerpult beim Estradenkonzert zum 200. Gründungstag von Grosny und zum Geburtstag des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow der russische Minister für Angelegenheiten des Nordkaukasus, Sergej Tschebotarjov.

    Da wir noch etwas Zeit bis zum abendlichen großen Estradenprogramm hatten, beschlossen wir, dass die drei Reiseveranstalter und ich noch das dem tschetschenischen Regierungskomitee für Tourismus nachgeordnete Informationszentrum für Tourismus aufsuchen. Hier sitzen auch die hiesigen Partner von Paneurasia, deren Reiseagentur „Visit Chechnya“ heißt.

    Seit kurzer Zeit gibt es übrigens in Leipzig bei Paneurasia die weltweit erste touristische Repräsentanz Tschetscheniens im Ausland.

    Bei den Partnern von Paneurasia in der Agentur „Visit Checnya“ in Grosny. (von rechts nach links: die Geschäftsführer von „Paneurasia“ Eduard Klein und Konstantin Ermisch, der Geschäftsführer von „Elbrus Erlebnisreisen“ Alexios Passalidis, der Leiter von „Visit Checnya“ Alikhan Buralov sowie eine seiner Mitarbeiterinnen.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Bei den Partnern von Paneurasia in der Agentur „Visit Checnya“ in Grosny. (von rechts nach links: die Geschäftsführer von „Paneurasia“ Eduard Klein und Konstantin Ermisch, der Geschäftsführer von „Elbrus Erlebnisreisen“ Alexios Passalidis, der Leiter von „Visit Checnya“ Alikhan Buralov sowie eine seiner Mitarbeiterinnen.

    Nach einem kurzen Informationsaustausch brachen wir zum Estradenkonzert auf, zu dem wir auch eingeladen waren. Das Konzert fand auf einer provisorisch im Zentrum von Grosny aufgestellten Bühne mit Zeltüberdachung statt. Hier standen wir auf der Gästeliste. Nach einem kurzen „Sondieren der Lage“ mischte ich mich einfach unter die anwesenden Pressefotografen – und konnte in aller Ruhe meine Fotos schießen, auch von Republikchef Kadyrow, der neben den Glückwünschen zum 200-jährigen Bestehen der tschetschenischen Hauptstadt auch reichlich Glückwünsche zu seinem persönlichen Geburtstag entgegennahm. Sogar eine große Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Minister an der Spitze war eingetroffen. Lange Zeit saß direkt neben Kadyrow der Boxweltmeister Floyd Meyweather als Ehrengast.

    Der Republikchef von Tschetschenien Ramsan Kadyrow und Boxweltmeister Floyd Meyweather bei den Feierlichkeiten zum 200. Gründungstag von Grosny und zum Geburtstag von Kadyrow am 5. Oktober.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Der Republikchef von Tschetschenien Ramsan Kadyrow und Boxweltmeister Floyd Meyweather bei den Feierlichkeiten zum 200. Gründungstag von Grosny und zum Geburtstag von Kadyrow am 5. Oktober.

     

    Draußen fiel inzwischen starker Regen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein großes Feuerwerk auf beiden Seiten der provisorischen „Konzerthalle“.

    Für die Gruppe aus Deutschland wurde es allmählich Zeit, zum Flugplatz aufzubrechen. Es sollte noch in der Nacht zurück in die Heimat gehen.

    Ich dagegen hatte mich entschieden, erst am nächsten Tag nach Moskau aufzubrechen, in der Hoffnung auf noch einige Fotos von Grosny bei Tageslicht.

    Morgens traute ich meinen Augen nicht: strahlender Sonnenschein und tiefblauer Himmel. Ich machte mich sofort zu Fuß auf den Weg zur großen Moschee. Im Hotel holte mich dann der Chef des Informationszentrums für Tourismus ab, um mich zum Flugplatz zu bringen und mir auf dem Weg dorthin noch eine Sehenswürdigkeit zu zeigen: eine in einem hochmodernen Stil gehaltene Moschee. Hier traf ich auf eine Gruppe von Touristen, die so gar nicht einheimisch aussahen. Als ich sie fragte, woher sie kämen, sagten sie, von der Krim. Und auf die Frage, wie ihnen Tschetschenien gefalle, machten sie nur eine Handbewegung: die Daumen nach oben.

    Touristen von der Krim in Tschetschenien.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Touristen von der Krim in Tschetschenien.

     

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