18:18 20 November 2018
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    Ufo (Symbolbild)

    „Absonderlich“: Ufos über Österreich – Hirngespinste? Außerirdische? Geheime Mächte?

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    Alexander Boos
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    Mysteriöse Lichter am Himmel und seltsame Erscheinungen über den Wolken: Das Phänomen der Ufos macht auch vor Österreich nicht halt. „Knittelfeld in der Steiermark ist ein absoluter Ufo-Hotspot“, sagt Tarek Al-Ubaidi aus Graz in einem Sputnik-Interview. Seit dem Jahr 2000 produziert er den Grenzwissenschafts-Podcast „CROPfm“.

    „Die Kleinstadt Knittelfeld in der Steiermark (ein Bundesland in Österreich, Anm. d. Red.) ist ein absoluter Ufo-Hotspot“, sagte Diplom-Ingenieur und Moderator Tarek Al-Ubaidi aus Graz, der Hauptstadt der Steiermark, im Sputnik-Interview. Seit über 18 Jahren produziert und moderiert der Österreicher seinen grenzwissenschaftlich orientierten Podcast „CROPfm“. Ihm zufolge ist die gerade mal 13.000 Einwohner zählende österreichische Stadt Knittelfeld ein Drehkreuz oder Sammelpunkt für unerklärliche Himmelsphänomene.

    „Unbekannte Objekte über der Steiermark“, „UFOlogie und Knittelfeld“ oder auch „Lichterzauber“ lauten die Titel einiger Episoden, die bei „CROPfm“ zum Thema zu hören sind. Wenn es dort um Ufos über Österreich ging, sprach der Moderator meist mit den Ufo-Experten Waltraud Kaliba und Jürgen Trieb, die in der steiermärkischen Kleinstadt  leben.

    „Lichterzauber“ über Knittelfeld

    „Kaliba und Trieb machen dort seit 2003 die absonderlichsten Beobachtungen“, verriet Al-Ubaidi. „Das geht weit über tanzende Lichtpunkte hinaus. Da gibt es wirklich genug zu besprechen. Übrigens: Es ist jetzt nach 10 Jahren endlich das Buch herausgekommen zu diesem ‚Lichterzauber‘-Ereignis. Eine Sichtung aus 2008.“ Das Buch von Trieb/Kaliba ist im Athal Verlag erschienen.

    Der Podcast-Moderator verwies auf die Arbeiten des Physikers Illobrand von Ludwiger, der aus der klassischen Naturwissenschaft kommt und sich seit Jahrzehnten für die ernsthafte, wissenschaftliche Erforschung des Ufo-Phänomens einsetzt.

    In einem seiner Bücher betrachtet dieser Astro-Physiker vor allem „Lichtphänomene und Kugelblitze“. Der Grazer vermutet: „2008 haben die Kaliba und Trieb offenbar genau das gesehen: Licht- und Blitzphänomene. Über einen langen Zeitraum. Im nahegelegenen Wald in Knittelfeld sind unzählige dieser Lichtphänomene herumgeflitzt. Es gibt Filmaufnehmen und Fotos davon.“

    >>Andere Sputnik-Artikel: Interesse für UFOs? Auch sowjetisches Militär war einst neugierig darauf

    Buch von Ufo-Forschern erschienen

    Der Grazer empfahl die jüngste Buchveröffentlichung des Autoren-Duos. „Die beiden Knittelfelder Sportfotografen Waltraud Kaliba und Jürgen Trieb fotografieren immer wieder mysteriöse Lichtobjekte, die sie nun in einem Buch zeigen“, berichtete die „Kleine Zeitung“ am 23. Oktober. „Zu sehen ist eine ‚Fotodokumentation von unidentifizierten Lichtphänomenen über Österreich‘. Die beiden Autoren haben dabei mit dem Wissenschaftlerteam der IGAAP, der ‚Interdisziplinären Gesellschaft zur Analyse anomaler Phänomene‘, zusammengearbeitet.“ Der Astrophysiker von Ludwiger habe das Vorwort geschrieben.

    „Lichterscheinungen werden seit Menschengedenken beobachtet“, zitierte die österreichische Tageszeitung die Autoren. „Das Fehlen einer allgemein anerkannten Theorie zur Erklärung dieser Irrlichter ist Ursache für das Schweigen der Wissenschaft zu diesem Phänomen. Im vorliegenden Buch wird deutlich gezeigt, wie sich die Eigenheiten in Helligkeit, Größe und Bewegung mit der Zeit ändern. Es gibt im deutschsprachigen Raum keine andere Dokumentation von Irrlichtern oder UAPs (Ufos, Anm. d. Red.), an denen Wissenschaftler das Phänomen studieren können.“

    Ufos über Austria: „Hirngespinste oder geheime Mächte?“

    Bereits Anfang 2018 veröffentlichte ein weiterer Autor aus Österreich ein Buch zum Thema: „Ufos über Österreich: Hirngespinste? Außerirdische? Geheime Mächte“ – so der Titel des Werks. „Der Wiener Forscher, Medienprofi und Kongressveranstalter Mario Rank belegt im vorliegenden Ufo-Report, dass auch die Alpenregion nicht vom Himmelsspuk verschont wird“, heißt es im Einbandtext.

    „Unheimliche Begegnungen und rätselhafte Lichterscheinungen werden vom Autor gewissenhaft hinterfragt und analysiert. Dabei kommt Rank zugute, dass er mit internationalen Experten und Forschungsgruppen seit Jahren eng zusammenarbeitet, um das Geheimnis der Ufos zu enthüllen. Die bisherigen Studien zeigen immer deutlicher: Wir sind nicht allein!“

    Dokumentierte Beobachtungen

    Etliche Sichtungen über Knittelfeld sind laut Al-Ubaidi „gut dokumentiert“. Wie viele Ufo-Sichtungen es jährlich im österreichischen Luftraum gebe, könne der Grazer Radiomacher jedoch nicht beziffern. „Aber es werden recht viele Sachen gesehen hier. Auch über Deutschland werden sehr viele Sachen beobachtet“.

    Erst Ende Oktober hatte er in der aktuellsten Ausgabe seines Podcasts „Das Entführungsphänomen in Deutschland“ unter die Lupe genommen. Angebliche Entführungsfälle von Menschen seien eng an das Ufo-Phänomen gekoppelt, betonte der Österreicher. „Mein Interview-Partner hat an die 30 Fälle selbst untersucht, wo Menschen auf Tuchfühlung mit dem Phänomen gingen“.

    Das komplette Interview mit Tarek Al-Ubaidi („CROPfm“) zum Nachhören:

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    Tags:
    Astrophysik, Analyse, Forschung, UFO, Österreich