09:27 17 November 2018
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    Retungsschiff Seefuchs (Archivbild)

    Rettungsschiff „Seefuchs“ bekommt deutsche Flagge – ob Malta es nun freilässt?

    © AFP 2018 / Matthew Mirabelli
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    Das seit vier Monaten in Malta festgehaltene Rettungsschiff „Seefuchs“ hat die deutsche Flagge bekommen. Dies berichtet der Deutschlandfunk unter Verweis auf den Betreiber, die NGO „Sea-Eye“, am Samstag.

    Demnach trafen die deutschen Behörden nun eine positive Entscheidung. Das Schiff war seit Juni in Malta festgehalten, weil die Niederlande ihm den Flaggenschutz entzogen hatten. Nun soll es nach Deutschland überführt und verkauft werden. Bei den sogenannten Search-and-Rescue-Operationen soll die „Seefuchs" zwar nicht mehr eingesetzt werden. Der Verein soll jedoch ein größeres Schiff für Rettungseinsätze erworben haben. Mit den Schiffen „Sea-Eye" und „Seefuchs" habe die Organisation an der Rettung von mehr als 14.000 Menschen teilgenommen.

    „In den kommenden Tagen wird sich nun zeigen, wie Malta mit der Souveränität eines deutschen Schiffes umgeht", erklärte der Verein. Die Nichtregierungsorganisation forderte die Behörden von Malta auf, das Schiff auslaufen zu lassen.

    Malta hatte seit dem Sommer 2018 mehrere Schiffe festgehalten, die zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer eingesetzt worden waren. Im September hatte Malta als Voraussetzung für die Freigabe der Schiffe gefordert, dass deren Betreiber auf die Rettung von Flüchtlingen verzichten. Laut der „Sea-Eye", die sich auf Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) berief, sind im Mittelmeer seit Juni wegen der mangelnder Seenothilfe mehr als 500 Menschen ertrunken.

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    Tags:
    Migranten, Seenot, Rettungsaktion, Rettung, Flüchtlinge, Schiff, Rettungsschiff, Mittelmeer, Niederlande, Deutschland, Malta