08:57 21 November 2018
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    Japanische Insel nahe der russischen Kurilen-Kette verschwunden

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    Unweit der japanischen Küsten ist laut „The Guardian“ die Insel Esanbe Hanakita Kojima verschwunden. Diese Insel war unbewohnt. Die Journalisten vermuten, dass sie einfach im Meer versunken sei.

    Japan konnte beobachten, wie sein Hoheitsgewässer neben der Grenze zu Russland zu schrumpfen begann, nachdem eine ganze Insel vor der Nordostküste verschwunden war.

    Der Küstenschutz Japans soll diese kleine Insel das letzte Mal im Jahr 1987 inspiziert haben – damals erhob sie sich nur anderthalb Meter über dem Wasser.

    Es wird vermutet, dass die unbewohnte Insel Esanbe Hanakita Kojima unbemerkbar für die Bewohner des Dorfes Sarufutsu, das sich im Norden der Hauptinsel Hokkaido, 500 Meter von Kojima entfernt, befindet, von den Wellen überspült worden sei.

    Esanbe ist eine der 158 unbewohnten Inseln, die die japanische Regierung im Jahr 2014 benannt hatte, um den territorialen Umfang zu klären und die ausschließliche Wirtschaftszone zu erweitern.

    Die weit entfernt liegenden japanischen Inseln gewinnen angesichts der Territorialstreits mit China um die Inseln Senkaku/Diaoyu im Ostchinesischen Meer immer mehr an Bedeutung.

    Esanbe Hanakita Kojima liegt westlich der von Japan als nördliche Territorien bezeichneten Kurileninseln, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Russland gehören und bereits seit längerer Zeit eine zentrale Streitfrage zwischen Japan und Russland darstellen.

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    Tags:
    territorialer Streit, verschwinden, Insel, Japanische Regierung, The Guardian, Esanbe Hanakita Kojima, Ostchinesisches Meer, Hokkaido, Kurilen, Japan, Russland