02:46 19 November 2018
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    Reenactment-Veranstaltung der Gefechte des Krimkrieges 1853–1856 (Symbolbild)

    Überreste von Hunderten französischen Soldaten auf Krim entdeckt

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    Die sterblichen Überreste von Hunderten französischen Soldaten, die während des Krimkrieges 1853–1856 gefallen waren, sind in Sewastopol entdeckt worden. Der russische Kulturminister Wladimir Medinski teilte am Dienstag mit, dass sie auf den französischen Militärfriedhof umgebettet werden sollen.

    Die Überreste wurden laut dem Direktor des Museums der heldenhaften Verteidigung Sewastopols, Nikolaj Mussijenko, in der Nähe der Kamyschowaja-Bucht südlich von Sewastopol entdeckt. Neben den Soldaten habe man auch Artefakten wie Munition gefunden.

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    „Ja, wahrscheinlich, werden wir eine Umbettung auf entsprechende Friedhöfe und Ehrenmäler durchführen“, so Medinski.

    Der französische Militärfriedhof  in Sewastopol ist eine Gedenkstätte, die auf Kosten Frankreichs 2004 errichtet wurde. Hier ruhen im Krimkrieg gefallene französische Soldaten. Nach Einschätzung von Historikern kamen hier in den Jahren 1854 bis 1856 etwa 45.000 bis 80.000 Franzosen ums Leben.

    Der Krimkrieg war ein von 1853 bis 1856 dauernder militärischer Konflikt zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich sowie dessen Verbündeten Frankreich, Großbritannien und seit 1855 auch Sardinien-Piemont andererseits.

    Er begann als neunter Russisch-Türkischer Krieg, in den die westeuropäischen Mächte eingriffen, um eine Gebietserweiterung Russlands auf Kosten des geschwächten Osmanischen Reichs zu verhindern.

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    Tags:
    Krieg, Überreste, Krim, Frankreich, Russland