06:14 19 November 2018
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    Huthi-Rebellen in Jemen

    Schlacht um Hodeida im Jemen: Regierungstruppen stoßen auf heftigen Widerstand

    © REUTERS / Khaled Abdullah
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    Der Krieg im Jemen bleibt von der Weltöffentlichkeit teils unbemerkt – wird jedoch mit zunehmend erbitterterer Härte geführt. So sollen allein bei den Kämpfen um die jemenitische Hafenstadt Hodeida nach Angaben von Ärzten seit Donnerstag mehr als 130 Kämpfer getötet worden sein.

    Den Meldungen zufolge sind binnen 24 Stunden mindestens 110 Rebellen und 22 regierungstreue Kämpfer getötet worden, teilten Mediziner am Freitag in der Hafenstadt mit.

    Die Regierungstruppen versuchen gegenwärtig die von den Huthi-Rebellen kontrollierte Stadt zurückzuerobern, stoßen jedoch auf heftigen Widerstand.

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    Vor dem Hintergrund der heftigen Kämpfe wird auch die humanitäre Lage der Bevölkerung zunehmend katastrophal. In weiten Teilen des Landes drohen akute Hungerzustände. Angesichts der humanitären Lage wollen die Vereinten Nationen ihre Hilfe für Zivilisten deutlich erhöhen.

    Es sei geplant, 14 Millionen Menschen mit Nahrung zu versorgen, teilte ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) am Freitag in Genf mit. Das wäre die Hälfte der Bevölkerung des Landes.

    Gleichzeitig seien die geplanten umfangreichen humanitären Missionen eine große logistische Herausforderung, so der Sprecher.

    Die Uno habe teilweise kaum Zugang zu den umkämpften Städten, zu denen auch die Hafenstadt Hodeida gehört.

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    Die Uno rief dazu auf, die Gewalt zu beenden.

    „Wenn nicht, wird es ein Land lebender Gespenster, mit Menschen nur noch aus Haut und Knochen“, so der Sprecher.

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    Tags:
    Schlacht, humanitäre Katastrophe, Huthi, Kämpfe, Jemen