03:21 11 Dezember 2018
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    Tätowierte Hände

    Es bleibt dabei: Kein Bier auf Hawaii und keine Tattoos für Polizisten in Bayern

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    Ein Oberkommissar wollte sich in Erinnerung an einen Hawaii-Urlaub am Oberarm tätowieren lassen. Das Polizeipräsidium Mittelfranken legte sein Veto ein. Es kam zum Prozess, in dem das bayerische Verwaltungsgericht in München laut dpa jetzt ein Urteil gesprochen hatю

    „Aloha“ ist das weltweit wohl bekannteste Wort in der hawaiianischen Sprache. Es mehrere Bedeutungen, die durchweg positiv sind: Es steht für „Liebe“, „Zuneigung“, „Nächstenliebe“, „Freundschaft“ oder auch „Nächstenliebe“. Von letzterer wollte das Polizeipräsidium Mittelfranken nichts wissen. Als ein 42-jähriger Polizist sich zur Erinnerung an seine Flitterwochen auf Hawaii das Wort „Aloha“ auf den Unterarm tätowieren lassen wollte, sagten seine Vorgesetzen „nein“. Begründung: Wenn der Oberkommissar im Sommer kurzärmlig seinen Dienst täte, wäre das Tattoo für jedermann sichtbar. 

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    Das Verbot wollte der Oberkommissar nicht akzeptieren. Er klagte. Das Bayerische Verwaltungsgerichthof in München gab dem Polizeipräsidium Recht: Der Mann darf sich nicht tätowieren lassen. „Ich bin schon enttäuscht“, sagte er nach dem Urteil der Deutschen Presseagentur. „Und ich verstehe es auch nicht.“ Das Urteil ist rechtskräftig und hat grundsätzliche Bedeutung für alle Polizisten in Bayern. In anderen Bundesländern wie Berlin wird die Tattoo-Frage dagegen liberaler gehandhabt.

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    Tags:
    Polizisten, Verbot, Tattoo, Polizei, Hawaii, Bayern